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Samstag, 19. Mai 2012
 
 
Arnoldos Saisontagebuch aus Zuschauersicht PDF Drucken E-Mail

31.10.2008


Gute Esser treffen öfter.

Den Markus lieb ich eigentlich schon immer. Nicht nur wegen seiner Frisur, das wäre mir zu oberflächlich. Nein, seit er am Sonntag das schnellste Tor der FSV-Geschichte erzielt hat, hab ich mich sogar noch ein bissle mehr in ihn verkuckt. Das ging so fix und geschah zu einem Zeitpunkt, als Hermann im Kiosk noch nicht einmal eine kalte Wurst auf dem Grill hatte. Und das will was heißen.
Schließlich legte er in aller Bescheidenheit dann noch zwei mal nach, um einen lupenreinen Hattrick zu erzielen. Sehenswert auch der Tunnel-Freistoß von Hardy Hartmann und das Wembley-Tor von Tobi Fröscher. Wobei unsere aller deutschen Meinung nach Wembley drin war, das von Tobi aber nicht. Was aber letztlich egal ist, weil 5:0 eh noch gnädig war und man den Turner aus Hausen eigentlich noch höher hätte bestrafen müssen. Wäre da nicht Flo Mair gewesen. Oh, fast hätte ich jetzt den Badeschlappen-Spruch gebracht. Oder den mit der Augenbinde. Oder den mit dem mit einem Fuß auf den Rücken geschweißt. Oder den mit der Oma. Aber Schadenfreude ist halt einfach net mein Ding.

Eine Hiobsbotschaft erreichte mich allerdings am Mittwochabend, als ich Markus Godi im Lebensmitteleinzelhandel traf. Er war gerade beim Abendessen kaufen (2 Dosen Puten-Erbsen-Eintopf a´750 ml und eine Flasche 1,5 L Klassik-Spezi) und teilte mir mit, dass er sich wohl gezerrt hätte und deshalb am Sonntag spielfrei sei. Bei seiner bewussten und ausgewogenen Ernährung aber nur eine Frage der Zeit, wann er wieder trifft.

Glückwunsch auch der 1.Mannschaft und den vier Toren aus dem Badischen. Eine geschlossene Mannschaftsleitung hat unserem Lieblingsniederlagenbeifügengegner Massenbachhausen den Schneid abgekauft. Erfreulich auch, dass alles so fair ablief. Kurze Tumulte gab es nur beim 0:1, als ein mir sehr lieber Hausener Fan ins Feld schrie „Noch Neun Jungs!“. Beim 3:1 hatte sich das dann erübrigt, ging zu ihm hin mit einem Päckchen Tempos, damit er seine Augen ins Trockene brächte. Er lehnt höflich ab und wir trennten uns in gegenseitigem Einvernehmen.

Fußball ist schön, und wenn die Erfolgsserie auch auf einem meiner Angstsportplätze in Pfaffenhofen fortgesetzt werden kann, wird man 10 Siege in Folge zu verbuchen haben. Deshalb tippe ich – ganz nach Verstand - auf ein 2:2 und provoziere damit die Mannschaft aufs Herzlichste, mich um 2 Punkte in der Gesamtwertung zu erleichtern.

Besten Dank dafür.

23.10.2008


Hause kommt 

Unser Lieblingskind Fußball bewegt wie selten, sowohl auf Bundesebene als auch mitten auf unserer Heimatscholle.

Während in Schwaigern alles ruhig zu sein scheint, geht es bei der Nationalelf drunter und drüber. Angefangen hat es mit dem Frings, der seinen Unmut in meinen Augen nur deshalb äußerte, weil er jetzt gemerkt hat, dass er nicht mal bei Nutella mitspielen darf und dort selbst vom ungeliebten Kevin ausgestochen wird. Sollte einem als erwachsenem Mann aber klar sein, dass so ein Zottel an einem ordentlichen Frühstücktisch wie ein Fremdkörper wirkt. Wenn man schon aussieht, als würde man bis mittags um vier schlafen, darf man sich nicht wundern, wenn einem das Fernsehen eine solche Rolle nicht auf den Leib schreibt.

Hilfe suchend wendete er sich wohl daraufhin an seinen Kapitän und meinen absoluten Liebling im Adlertrikot: den Ballack Michael. Und der hat den Bogen mit seinem Interview in der FAZ darauf hin so deutlich überspannt, dass ihm die Sehne förmlich um die Ohren schnalzen müsste. Jetzt besteht Gesprächsbedarf, und egal wie das Date mit unserem sehr guten Bundestrainer Joachim Löw endet, ich würde ihm die Kapitänsbinde über die Schultern ausziehen, aber über beide, und dann
das Ding nach unten zerren, so dass sich die Binde auf Sackhöhe verkeilt und dort für eine Stunde den Saft abdreht. Wenn einer - der außer Endspiele verlieren nicht viel vorweisen kann - hinter dem Rücken des Trainers öffentlich solche Statements abgibt, und das nicht mal vollgesoffen an der Theke, dann muss er vom Platz. Was will man aber von einem Ex-Leverkusener-Lauterer-Bayern-Spitz erwarten, der in England bei einem russischen Club spielt? So einen unsympathischen Lebenslauf müsste man echt erfinden, wenn er ihn nicht selber hätte.

Im Prinzip aber alles egal. Denn die Mannschaft des FSV I steht an der Spitze der Tabelle. Acht Siege in Folge sind die Konsequenz eines Mannschaftsgebildes, das zu funktionieren scheint. Dabei wäre es zu wenig, Ricky Pross und Peter Oswald auf das Schild der Verantwortung zu heben. Sicher sind die beiden eine echte Bereicherung. Aber viel mehr für den Erfolg verantwortlich sind andere Faktoren, echt messbare Punkte. Zum einen weiß man plötzlich wer die 1.Mannschaft-Spieler sind.
15 oder 16 Stück, zackbum, keine Diskussion. Eine klare Abgrenzung also, kein Hin und Her. Dann sind es alle gute Fußballer, die verstanden haben, 90 Minuten lang konzentriert zu arbeiten und einfach die Leistung abrufen, die für den jeweiligen Gegner notwendig ist. Das macht sich bemerkbar: Bester Sturm und drittbeste Abwehr, oder in Zahlen
ausgedrückt 35:10. und 8 Siege in Folge. Das sind Koordinaten, die träumen lassen. Dazu ein guter Trainer, ein schlitzohriger
Abteilungsleiter. Ein tolles Umfeld, vom Betreuer bis zu den Fans, die sich von Woche zu Woche zahlreicher präsentieren. Wäre doch mal wieder Zeit zum Abheben? Nein, diese Saison bitte nicht. Es tut so gut gerade.

Auch Heiko macht seinen Job klasse. Nur läuft es nicht ganz so rund, wie man sich das wünschen würde. Der Last-Minute-Sieg gegen Frauenzimmern sollte für das Heimspiel gegen Hausen Auftrieb geben. Ich drücke die Daumen, auch dass unserer verlorener Sohn von Renate bald wieder mitspielt bald. Kerle, streitet nicht, und wenn dann höchstens ums letzte Bier in der Kiste. Das lohnt sich wenigstens.

Erfreuliches auch vom Tippspiel: Der Vorsprung von Massenbach schmilzt dahin. Macht Platz da hinten, wir reichen ihn durch auf Seite 2. Strengt euch einfach bissle mehr an, Tipp-Kameraden!

Mit einem kleinen Gedicht aus dem Dieter-Schweizer-Männergesangbuch begrüße ich die hoffentlich zahlreichen Gäste aus Hausen und Hause im Leintalstadion. Hoffe wir erleben erfreuliche 180 Minuten mit einer optimalen Punkteausbeute.


Der Pfarrer von Hause
geht auswärts ins Mause
zum ewige Andenke
lässt er ihn hoimwärts raushenke.

Bis Sonntag.

25.08.2008


Spaß vorm Handelshof

Verbrachte den gestrigen Saisonauftakt-Sonntag anstelle auf den Sportplätzen beim Markgröninger Schäferlauf. Der Liebe wegen. Hätte mir das jemand vor ein oder zwei Jahren prohezeit, hätte ich ihn müde belächelt und ihm etwas wie "ja klar, und die Erde ist eine Scheibe und hinter Schluchtern geht's aber sowas von senkrecht nach unten" mit auf den Weg gegeben. Aber die Zeiten ändern sich wohl doch. Für kommenden Sonntag soll meine Anwesenheit aber nahezu höchstwarscheinlich sein. Sollte mich der 40. Geburtstag eines gewissen "Horle" am Vorabend nicht ans Bett fesseln. Wobei, neulich las ich einen zuversichtlichen Satz: "Die Leber wächst mit ihren Aufgaben." Also werde ich doch da sein.

Dennoch, habe mich bemüht, in der Halbzeit etwas zu erfahren. Eine SMS an Alex Möck kam zurück mit "Bin in Dänemark, Gruß nach Schwaigern". Ein Anruf bei Nonning bracht mehr ein "Bin im Garten mit der Verwandschaft, so wie es aussieht sollen wir aber wohl mit 1:2 in die Pause gegangen sein und es sieht wohl nach einem rechten Streifen aus, den uns der Frankenbacher verpassen wird". Man sieht also: ich bemühte mich stets, auf dem Laufenden zu bleiben. Nach dem Spiel dann Nonnings Anruf mit der Hiobs-Botschaft, und hätte nicht Dürrenzimmern richtig schön auf den Sack bekommen, wäre der Sonntag komplett im Eimer gewesen. Aber so ging es dann doch.

Heute abend war ich dann noch kurz in Handelshofen und treffe vor dem Haupteingang Toni Bonomo (im Anzug) und Klaus Ikrich (mit Bananen). Fällt mir doch da spontan der Spruch des Jahres ein: "Mensch Toni, alles Gute noch zur Hochzeit, dass du glücklich wirst Kerle und vier Buben bekommst, von denen wenigstens einer kicken kann. Dann hättest schon doppelt so viel erreicht wie dein Vater".

Nimms mir net übel, Enzo. Spaße musse sein.

Bis Sonntag.

01.04.2008


Für einen fußballfreien 1. Mai

„Gegen Mannschaften, die mitspielen, sind wir viel besser. Das liegt uns.“ Diese Erkenntnis zog ein Zuschauer am Sonntag nach dem Spiel gegen den SC Oberes Zabergäu. Auf dem Platz saßen in diesem Moment noch einige Spieler, die sich stumm und verbittert von der Abendsonne bräunen ließen.
Traurig, weil man wieder mal nicht mit ihnen gespielt hat. Das war’s dannwohl:
Unaufsteigbar, unabhängig vom Einsatz der Mittel.

Dann hoffen wir aber trotzdem mal, dass demnächst doch noch Gegner kommen, die mitspielen. Sonst kommen irgendwann Zuschauer auf den Platz, die mitspielen. Und zwar in den sprichwörtlichen Badeschlappen oder gleich Barfuß. Mit Augenklappe und einem Bein auf den Rücken gebunden.
Solche „Im-größten-Suff-mach-ich-dir-den-rein“-Kandidaten. Denn davon haben wir viele. Und auch ich habe mich am Sonntag im ein oder anderen Moment dazu gezählt. So ehrlich bin ich. Es ist aber nur die Enttäuschung, die solche Dinge auslöst. Der FSV ist einfach eine scharfe Geliebte, auf die man die ganze Woche geil ist. Und dann stehst Du um drei vor ihrer Tür und sie hat ihre Tage.

Natürlich sind es „nur“ 4 Punkte Rückstand auf den zweiten Platz.
Aber die beiden anderen Mannschaften vor uns (und ein oder zwei hinter uns) sind ja auch nicht erst letzte Woche vom Baum geklettert. Ich halt es deshalb für mehr als unwahrscheinlich, sich noch um mehr als einen Platz zu verbessern. Doch der FSV war in den unmöglichen Dingen schon immer eine feste Größe. Sollte der 2. Platz wirklich noch erreicht werden, geh ich zu Fuß auf die Relegationsspiele. Auf alle drei. Ich verspreche es.
Trotz der Niederlage in Kirchhausen steht die Zweite auf einem aussichtsreichen 2. Platz in der Liga. Wenn man am Sonntag im Heimspiel Nordhausen bezwingt, bleibt es auch bei dieser Platzierung. Allerdings kann es sein, dass die nicht mitspielen, die Nordhausener. Deshalb größte Vorsicht, liebe Heiko-Truppe. Und gebt in den künftigen Partien alles, um endlich wieder mal einen Wimpel ins Sportheim zu holen.

Große Freude bereitet der Halbfinaleinzug im Pokal. Natürlich sind wir gegen Offenau, immerhin 4. der Bezirksliga, nur Außenseiter. Aber mit ein wenig Glück, wer weiß: Das Finale wäre der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.
Zuletzt war das Schwaigern 1981 oder 1982 (dem damaligen TSV) vergönnt, im Finale zu stehen (und es auch noch zu gewinnen).

Was natürlich überhaupt gar nicht geht, ist den 1.Mai 15 Uhr als Halbfinal-Termin anzusetzen. So sehr ich nachdenke, mir fällt kein ungünstigerer Tag im Jahr ein, an dem man so ein Spiel austragen kann.
Doch,
vielleicht Neujahr Vormittag um 9 Uhr. Aber selbst da würden mehr Leute auf den Sportplatz gehen. Zum Beispiel auf dem Weg zur Kirche – oder auf dem Heimweg von der Party. Hoffe schwer, dass man in Offenau genau so denkt und man sich zu einer Verlegung durchringen kann.
Der 29. oder 30. April wären allemal idealer. Man sollte sich hier einfach auch mal nach den Zuschauern richten, was das Aktiven-Kompetenzteam ja schon immer auszeichnet. Ansonsten sammle ich Unterschriften und kette mich die nächsten Sonntage vor den Spielen ans Tor. Aber so, dass jeder Greenpeacler blass wird.

Wohin am Sonntag? In Frankenbach startet die 1. Mannschaft mit einem überzeugenden Sieg ihre furiose Aufholjagd, im Leintalstadion spielt die Zweite mit Nordhausen Katz und Maus und bessert ihr Torverhältnis deutlich auf. Es ist also weiterhin Feuer im Spiel – bleibt dabei!

17.03.2008


Schiri kommt mit Bewährung weg

Die Union II ergab sich kampflos und befand sich zu keiner Zeit auf dem Platz, und war mit dem 3:0 schließlich noch gut bedient. So mein Resümee zum Spielausfall bei der Partie der 1. Mannschaft. Wirklich absurd, dass die Union nicht fähig ist, eine Mannschaft  zu schicken. Man kann darüber nur den Kopf schütteln.

Da darf sich der Zuschauer beim lieben Gott bedanken, dass sich beim Spiel der 2. Mannschaft die Kuriositäten die Klinke in die Hand gaben. Denn das Spiel an sich kann man abhaken: Ja, Liga-Alltag ist nicht immer schön, aber drei Punkte sind drei Punkte. Und dreckige Punkte zählen soviel wie schöne.

Also, ich erzähl das jetzt mal so wie es wirklich war. Stellt Euch vor, kurz nach 13 Uhr. Tatort Kabineneingang. Der Schiedsrichter für die zweite Mannschaft kommt ganz aufgeregt aus Richtung Trainingsplatz und sprudelt los: „Ja so was hier, was isch denn dess, ich ein Auto angefahren, Jugoslawen, wahrscheinlich die Kinder ein Spiel verloren und jetzt soll ich der Sündenbock, und ha ja logisch Lackspuren aber die können doch von überall herkommen. Also wenn ich ein Auto anfahre dann merk ich des doch.“ Darauf unser Wolf-Rüdiger ganz locker: „Ja also ganz ehrlich so was ist mir auch schon passiert und ich hab`s nicht gemerkt“. Entsetzen in den Augen des Schiedsrichters „Ja was ja wie ja echt, nein nein, ich nicht, die Polizei ist unterwegs, das ist doch ein ganz ein abge-ge-abge-ha-so-ein-abgegekartetes Spiel“. Sprachs und verschwand in der Kabine.

Das Spiel hätte nun beginnen können, pünktlich um 13.15 Uhr. Alle sind wohlauf. Die Mannschaften stellen sich am Mittelkreis in eine Linie, Herbert Reinwald verliest eine mehrminütige Ankündigung zum Thema Rassismus darf man in Schwaigern nicht ausgrenzen und auch Ausländer sind Fremde und Antisemiten gehört Toleranz oder so ähnlich. Die Zuschauer nahmen es gelassen hin und gelobten im Stillen Besserung, jeder für sich, in sich selbst versunken. Zumindest in Teilen.

Dann begann das Spiel, und jeder dachte sich: Augustin, Mair, Kreuz, Vucak, um nur einige Namen zu nennen, da kriegen die Massenbacher doch schon wieder ordentlich auf den Sack. War aber nicht so. Ein mageres 1:0 nach 30 Minuten, verursacht durch Tobi Fröscher, lautete die magere Ausbeute. Dann kam die Polizei und der Schiri musste zum Gentest auf den Parkplatz. Nach 30minütigem Kreuzverhör (mit offenem Ausgang) und Bewährungsstrafe (Dauer unbekannt) wegen unbegründeter Fluchtgefahr könnte das Spiel fortgesetzt werden. „Könnte“ deshalb, weil der Linienrichter nicht mehr da war. Man fand ihn schließlich am Kiosk, mittlerweile beim dritten Weizen, und beorderte ihn zurück ans Seitenaus, was nicht ohne Diskussionen zu bewerkstelligen war. Aber jetzt ging es doch tatsächlich weiter. Nach einem Angriff über Rechts, ca. 5m vor der Grundlinie, wurde dem FSV ein Einwurf zugesprochen. Einwurf? Das ist was für Schorsch Kreuz. Der schnappt sich den Ball und wirft ihn mit einer derart ungehobelten Wucht Richtung Tor, dass ihn der Torwart mit den Händen direkt ins Maschenkreuz zimmert: 2:0 für Schwaigern. Rein rechtlich ein Eigentor, in der Gewalt meines Amtes als Statistiker für die Ewige Torjägerliste aber ein Zähler für den Werfer: Saisontor Nummer 6 für Georg Kreuz. Würde diesbezüglich beim WFV übrigens gern einen Antrag stellen, wie man für den FSV eine alte Straßenfußballerregel in anderer Form neu aufleben lassen könnte: Drei Ecken ein Einwurf.

Das Spiel war dann irgendwann mal aus. Die 1. Mannschaft absolvierte ein lockeres Training, danach trank man ein zwei Bier. Und es wurde viel geschworen: Am Gründonnerstag muss die Laube als Nachbar für das Union-Böckinger-Nichterscheinen büßen. Denn selbst wenn dieser Tag für die Vereinsfarben der Gäste steht, am Ende werden die Roten des FSV ins Halbfinale einziehen. Das gLAUBE ich nicht nur, das weiß ich. Aufs anschließende Kabinenfest komme ich dann natürlich gerne.

Übrigens gibt es zur Zeit schon die ersten Gespräche mit dem Kader über die Wege der Spieler in der kommende Saison. Wer bleibt, wer geht, es ist die richtige Zeit jetzt schon an die kommende Runde zu denken. Eine schlechte Nachricht ist bereits durchgesickert: Sven Heege bleibt.

Auf die Laube, fertig – los!

11.03.2008


Schneidabkäufer

Und plötzlich pocht das rot-weiße Herz wieder: mit einer überzeugenden Leistung beim Rückrundenauftakt in Dürrenzimmern hat die 1. Mannschaft den Anschluss an die Tabellenspitze gehalten. Und neben den Krokussen und Narzissen blühen jetzt auf einmal doch auch wieder die Aufstiegsträume. Mit drei Punkten Rückstand auf Platz 2 und dem Auftreten unterm Hörnle sicherlich zu recht.

Sehen wir mal von der Schläfrigkeit zwischen der 60. und 80. Minute ab: Überzeugend die Leistung im Kollektiv, herausragend der kämpferische Einsatz, beeindruckend wie sowohl in der Abwehr, im Mittelfeld und im Sturm gleichzeitig geackert und gezaubert wurde. Den Dürrenzimmerern hat man förmlich auf breiter Front der Schneid abgekauft. Übrigens interessant, wo dieses geflügelte Wort der Fußballsprache seinen Ursprung hat: Wenn der Sensemann kommt mit seinem scharfen Schnittgerät und man kauft ihm "diesen Schneid ab", dann springt man dem Tod förmlich noch mal von der Schippe. Und eins ist sicher: Mit einer Niederlage gegen die TGV wäre die ganze Saison den Bach hinuntergestorben und dahin geschieden. Deshalb Danke liebe Erste, für die weiterhin garantiert schönen Sonntage des kommenden Frühlings. Die Ostermontage nicht zu vergessen, wenn wir leinbachaufwärts fahren und gleich am ersten Sportplatz rechts etwas wieder gut zu machen haben. Darauf freu ich mich besonders.

Als zweifacher Torschütze bei der 2. Mannschaft beim Spitzenspiel in Fürfeld zeichnete sich Leihgabe Andre Römer aus. Für ihn die Treffer 91 und 92 in der ewigen Torjägerliste. Er rückt damit seinem Ziel näher, mit 100 erzielten Toren seine Karriere zu beenden. Ob er diese 8 noch schafft in der Saison? Man sollte natürlich alles dransetzen, ihn aus dem gegnerischen Strafraum zu verbannen und ein sofortiges Strafstoß-Verbot auszusprechen. Man könnte ihn natürlich auch mal als Torwart testen, auch da scheint Not am Mann zu sein. Sonst haut uns der Kerle im Sommer noch ab.

Ein FSV’ler hat sich aber doch aus einem Titelrennen verabschiedet. Und zwar aus dem um den Tippkönig 2008. Das rührt daher, wenn es einem erst um 14.35 Uhr wie Schuppen aus den Haaren fällt, dass man vergessen hat, die komplette Liga A und B zu tippen. Hektische Telefonate im kategorischen Imperativ mit der Tochter zuhause reichten dann gerade noch zur Abgabe des Tipps für die Kreisliga A, als aber um 14.45 Uhr in Dürrenzimmern die Kirchglocken läuteten, war’s für die Kreisliga B zu spät. So fehlen halt geschätzte 4 bis 12 Punkte. Genug für mich allerdings, um an diesem Tipper vorbeizuziehen. Wer dieser Sportsfreund war tut jedoch nichts zu Sache, man muss sich nicht immer über Missgeschicke anderer lustig machen.

Im Anhang eine zärtliche frühlingshafte Stimmungsaufnahme, quais ein Stilleben, das ich „Nervös telefonierender Mann hinter altem Baum um dreivierteldrei in Dürrenzimmern“ genannt habe. Ähnlichkeiten mit zuvor genannten Personen in meinem Bericht sind rein zufällig und bestimmt nicht beabsichtigt.

Bis Sonntag zum Doppelspieltag in alter Frische! 

Nervös telefonierender Mann hinter altem Baum um dreivierteldrei in Dürrenzimmern

12.02.2008

Der Chinese

Die Vorbereitungszeit ist in vollem Gange. Zwei in der Spielstärke gemischte Mannschaften absolvieren derzeit Trainingspartie für Trainingspartie, und dies auch noch - zumindest was die objektiven Ergebnisse angeht  - äußerst erfolgreich. Das Personalkarusell wird dabei aufs äußerste gereizt. Höhepunkt der Einsatz von Daniel MÜthos Müller als Keeper beim Spiel in Bönnigheim

Beim Superwetter-Heimspiel-Sonntag gegen den FV Kirchheim ließen sich die beiden Partien rund 120 Schwaigerner Zuschauer, die jetzt eigentlich einen kräftesammelnden Winterschlaf abhalten sollten, nicht entgehen.
Fast hätte man meinen können, der Punktspielbetrieb hätte schon begonnen. So rutschte mir danach im Sportheim auch gleich die Mutter aller Nach-dem-Spiel-Sätze heraus: "Weiß jemand, wie die anderen gespielt haben?" Na war aber auch zum verwechseln ähnlich mit einem stinknormalen Sonntag. Trotz des Sieges.

Doch, schön war's, man hat doch gemerkt, dass einem ganz schön was gefehlt hat. Beispielsweise solche Dialoge, stattgefunden um ca. 13.15 Uhr am Kiosk:

Vorstandsmitglied:
Willi, um diese Zeit schon Bier?
Willi: Ha warum net, bin ja auch schon um fünfe uffgstande.
Vorstandsmitglied: Oh was komm, schon um fünfe?
Willi: Logisch. Aber nur zum Brunze. Hab mich dann gleich wieder hingelegt.

Apropos hingelegt: Für den Ausrutscher der Woche sorgte Nonning, der am Seitenaus als unbedarfter Zuschauer eigentlich nur den Ball ins Feld spielen wollte, sich aber gleich so herrlich aufs Kreuz legte, dass die gesamte Gegentribüne in schallende Schadenfreude ausbrach. Nach der Ursache gefragt brachte es Nonning nach dem Spiel schnell auf einen Nenner: "Sonndichschuh un diefe Bode". Wenn mir aber etwas an Vorbereitungsspielen nicht gefällt, dann sind es Siege. In dieser Phase der Saison, wo Niederlagen nicht weh tun, bekommt man sie nicht serviert. Im Gegenteil: Die Gewohnheit als Gewinner den Platz zu verlassen, schwächt den Willen, beim ersten Spiel Dreck zu fressen. Und so geht es jetzt vielleicht munter weiter bis zum 9.März.Alles weggeputzt bis hierher, aber wenn es drum geht gibt es auf den Sack. Aber da ich nie wirklich gekickt hab und keine Ahnung als mein Eigen nennen darf, kommt es vielleicht doch wieder anders. Der Trainer wird's richten, da bin ich mir sicher.

Eine weitere Personalie betrifft den Kapitän der zweiten Mannschaft:
Karl Reinwald weilt seit dieser Woche für eine Studienreise in China.
Vom Römerhof in die große weite Welt - hoffen wir, dass alles klappt und man ihn dort nicht für einen hellhäutigen Chinesen hält und ihn auf 8 Jahre zum Staudammbauen einbuchtet. Wobei, man sagt ja der Chinese schläft nicht. Verwechslungsgefahr deshalb ausgeschlossen. Aber gänzlich.

Um künftig hautnäher von der ersten Elf berichten zu können, werde ich diese Tage - natürlich unangekündigt - an einer einzigen (!) munteren Trainingseinheit bei den Aktiven teilnehmen. An meinen Kickschuhen hängt zwar noch 2002er-Dreck vom letzten Reservespiel in Fürfeld (auch dort natürlich Torschütze gewesen), und etwas vermoost sind sie an einigen Stellen wohl auch schon. Für das ein oder andere Tackling sind sie aber gerade noch gut genug. Wer Angst hat soll um den Platz laufen.

Bis bald.

13.12.2007

Jackpot 

Also gut, Ihr Knäfer, von Schwaigern bis hinten raus nach China, ich schreib wieder was ins Tagebuch. Aber nur weil ich nach wie vor zum erlauchten Kreis des Kompetenz-Teams dieses noblen Vereins gehören möchte. Und auch wenn ich mich zwingen muss, an diesem nasskalten vorweihnachtlichen Dezemberabend an die Tasten zu sitzen. Aber besser wie auf dem Sofa den schwulen Kerner zu schauen.

Ziehen wir das Resümee der zurückliegenden Vorrunde in der Gossensprache: Die erste Mannschaft hat abgekackt. Und zwar in erster Linie die Spieler. Schließlich hatten die das Element zur Entscheidungshoheit in Besitz: den Ball. Wenn auch in einigen Partien nur vorübergehend. Rote Karten, mangelhafte bis fehlende Grundausbildung, falsches Schuhwerk, schlechte Wochenend-Ernährung und eine latent unlustige Lauf- und Kampfbereitschaft dürften dabei die Hauptgründe gewesen sein. An den Fans und einem mangelnden Rahmenprogramm, von der Schokolade im Pausenkoffer, Flutlicht beim Training, teils warmem Wasser zum Duschen bis hin zu musikalisch umrahmten Kabinenfesten kann es nicht gelegen haben. Es ist wirklich so: Die Spieler sind schuld. Insgesamt ca. 20 an der Zahl. Jetzt könnten wir die natürlich alle enthaupten oder wenigstens entlassen. Da sie aber durch die Bank gute Kerle sind, bekommen sie noch eine Chance. Unterm Hörnle geht’s Ende Februar gegen Dürrenzimmern. Bei 8 Punkten Rückstand auf Platz 1 ist nur ein Sieg relevant. Da wir den aber landen werden, sieht es wieder rosig aus und alles wird gut. Es sei denn es gibt nach diesem Schriftstück keinen Arnoldo mehr, weil ihm oben genannte Sportfreunde aus Verärgerung die Hütte samt Inhalt abgefackelt haben. Dann würde man Meister werden ohne Tagebuch – wer will das wirklich?

Zur 2. Mannschaft: Die haben eine gute Vorrunde gespielt, und haben sich weit oben halten können. Es gab den ein oder anderen Hänger und auch deutlich mehr schwache als starke Gegner. Trotzdem, Heiko’s Truppe ist eine super Sache für junge Leute. Auch für solche, die Samstags um’s Verrecken nicht nach Hause wollen und dann um eins am Sonntag noch ein paar Kumpels zum Kicken finden. Mit gewaschenen Trikots und Socken. Das gibt’s sogar daheim nicht immer. Falls es weiter so gut läuft und dieser Haufen die B-Meisterschaft erzielt, renn ich als Blitzer über’s Feld. Sage nur nicht um welche Uhrzeit.

Dann gab es noch einen Jackpot zu gewinnen, letzte Woche. Hatte im Falles des Gesamtgewinnes einen solch schönen Plan: Ein Stadion-Neubau mit unterkellerten Umkleidekatakomben, in dem halbnackte Mulatten beiderlei Geschlechts die Spieler schon morgens um 10 Uhr gesalbt und mit Trauben gefüttert hätten. Rolltreppen, die die Spieler hinauf getragen hätten, in die im Maßstab 1:4 angelegte Replike des Nou Camp in Barcelona.  Und der Name dieser Arena hätte die Gegner im ganzen Unterland das Fürchten gelehrt: „Arnoldo-sein-Arena-und-nicht-Schorsch-Müller-seine“. Ob wir mit dem ganzen Bimmbamm allerdings Meister geworden wäre, ist bei den oben schon erwähnten Abkackern aber trotzdem nicht sicher. Und wird auch nie zu beweisen sein - hatte nur 3 Richtige. In vier Kästchen.

Genug geschwafelt: Feiert schön über die Tage und rutscht gut hinein. Bis denne.

 

14.11.2007


Pferdediebe

Sie haben mir in Biberach meinen Regenschirm geklaut. Den schönen blauen mit dem Aufdruck "Champagne". Von meiner Mutter ausgeliehen, mit dem höchsten Ehrenwort ihn zurückzubringen. Genau den haben sie mir drüben nach fünf Minuten Spielzeit aus der Sprecherkabine heraus geklaut. Gut, dafür hab ich jetzt schon ein Weihnachtsgeschenk für sie. Nass geworden bin ich trotzdem wie ein Hund .

Dafür war es aber nur mehr als recht, die drei Punkte mit zu nehmen. Danke Mannschaft, Danke Patrick "Zweierle" Luz, Danke Matze Gröger, Danke allen die kämpften und sie für diese Schandtat des Regenschirmdiebstahls so bestraft haben. Pferdediebe im Wilden Westen wurden gehängt, weil sie das Überleben des Bestohlenen praktisch unmöglich machten. Regenschirmdiebe (bei einem solchen Wetter) sollte man zumindest nackt nach Bad Wimpfen treiben dürfen. Und zurück.

Als in der Pause der Regen von oben nachließ und auch noch der Glühwein ausging, weil eine Schlange aus rund 15 Metern Schwaigerner Seniorensportlern so tat, als gäbe es den letzten heißen Rotwein in diesem Winter, da ging es auch beim Spiel sonniger weiter. Matze traf nach einem Freistoß-Abpraller zum 1:0, und Patrick legte durch einen super Einsatz dem Karr Markus die Entscheidung auf den Fuß.

Kurz vorher wollte Schimmel noch einen Elfer schinden. Gut, er brauchte ein zweites Tor für sein 2:1 beim Tippspiel, deshalb hatte er sich in die Offensive gewagt. Zuerst ein zweites Tor rein machen und dann hinten noch mal kurz ausrutschen in der 89.ten und eins kassieren - so war dein Plan gell? Gut, es lief dann anders, denn der Schiedsrichter nahm den Schimmel06 aus der Wertung. Respekt aber der ganzen Truppe, die den Sieg über die Zeit brachte.

Übrigens, Tippspiel: Der größte Versager des Spieltages mit 3 Zählern war ich, das stimmt. Allerdings dicht gefolgt von Andi Ebner, der es immerhin auf 4 Punkte brachte. Also hat es mit Fachwissen doch nix zu tun. Oder wie?

Die erste ist jetzt in einer guten Position - zwar noch einige Punkte zurück, aber bis zur Winterpause wird die Sicht auf die ersten zwei Plätze meiner Meinung nach sieben Punkte betragen. Perfekt für eine schicke Aufholjagd.

Wenn nur nicht der Herr Schlendrian am Sonntag gegen Böckingen wieder über dem Platz schwebt. Denn an solchen Tagen kommt er gern, der alte Franz. Hoffentlich schnappt ihn sich der Trainer gleich und treibt ihn hinaus.

Am Sonntag heißt es für Fans und Spieler früher aufstehen: Zum Spitzenspiel der Zweiten sind unsere Sportfreunde aus Stockheim zu Gast. Nach zwei Spielen mit eher bescheidenen Leistungen sollte es möglich sein, vor eigenem Publikum einen Dreier einzufahren und die Herbstmeisterschaft einzusacken. Konditionell müssten zumindest die Herrn Fröscher, Mair und Reinwald auf der Höhe sein. Die drei absolvierten letzten Samstag einen vierstündigen Schneemarsch im winterlichen Tennenbronn im Schwarzwald.

Lassen wir uns überraschen! 

rumpftruppe
Die 2. Mannschaft (Rumpftruppe) beim Schneewandern in der Idylle des Hochschwarzwalds. Ganz rechts zu erkennen Tobi Fröscher, daneben Karl Reinwald mit Hustensaft. In der Bildmitte Florian Maier, links zwei Yetis.

31.10.2007


Mafiöse Zustände

Absoluter Siegeswillen in Nordheim. Nonning hatte es Just Westernberger schon vor dem Spiel vorgerechnet. Originaldialog hier für euch, der da beginnt mit meiner Frage an Just: "Seid ihr nicht vor uns?" Darauf Just: "Nein, einen Punkt hinter euch". Darauf Nonning: "Also vier". Und so kam es auch. Zweimalige Führung, zweimaliges Versagen der Abwehr, Gleichstand bis zur 92. Minute. Foul an Baruk, der kurz zuvor eingewechselt wurde. Elfmeter für den FSV, und Andre schnäbelt den Ball so passgenau wie er seinen Zopf schnürt in des Gegners Maschen. Sein 90. Pflichtspieltreffer für den FSV, rund 15 Jahre nach seinem ersten Tor. Wahnsinn, ein Urgestein, der große alte Mann des Falltors. Und immer noch so fit wie in den besten Tagen. Und das nicht nur am Bierchen.
 
Noch vor dem Elfmeter erreichte uns zwischenzeitlich die frohe Botschaft aus Schwaigern: Niederhofen geschlagen, man bleibt Tabellenführer. Godi zwei mal angeschossen worden, aber unverletzt. Super. Mein Glückwunsch!

Was dann aber in Nordheim passierte zeigte die ganze Härte der durch und durch mit schlimmsten Machenschaften verseuchten Tippkultur beim FSV. Mein Tipp lautete 2:1 für Schwaigern. Dies hätte nun 3 Punkte bedeutet und hätte Zeugnis meines ungeheuren Fachwissens gegeben. Doch da kommt Dominik Wolf daher und haut in der 94. Minute einen Eckball direkt ins Tor. Gut, meine 3 Punkte sind dahin, hab ich halt nur 2. Und der feine Herr Wolf? Seit Tipp lautete 3:1. Somit hatte er die 3 Punkte. Geht's frecher? Werde diese Herren, die beim Tippen vorne liegen, in Zukunft mal etwas genauer betrachten. Der Spruch der Woche, der mir inhaltlich allerdings nicht mal den Buckel streift, fiel von einem plötzlich in Nordheim auftauchenden Fan eines anderen Vereines. Auf die Frage hin "Was machscht denn Du in Nordheim?" entgegnete dieser: "Ich kuck bloß noch bezahlten Fußball: VfB, Schwaigern oder Schluchtern". Meine Antwort hatte Andi-Schimpf-Charakter: "Du war's".  So, und morgen ein Feiertag mit Fußball und der FC Heilbronn II kommt. Mir ist das Ergebnis völlig wurscht. Sollen sie uns abschießen oder wir hauen Ihnen die Jacke voll, von mir aus Elfmterschiessen. Egal. Nur würde mich es freuen, wenn man auch von Spielern "auf dem Sprung" mal etwas sehen könnte und wir ohne Verletzte die Partie überstehen. Das ist das wichtigste. Denn nächsten Sonntag kommt der Tabellenzweite, und für den wünsche ich mit von Herzen einen heißen Tanz. Denn diesmal ist mein Weg klar: Ins Leintalstadion und die 1. Mannschaft unterstützt. Die Bonfelder packt die Heiko-Truppe garanitert auch unter Auschluss der Öffentlichkeit!

 

arnoldos vetter
Gut lachen in Nordheim: Arnoldo mit Bäsle Volkmar.

 

26.10.2007

Grundhärte

Endlich mal wieder ein Sieg für unsere 1.Mannschaft und damit ein guter Einstand für unseren neuen Trainer Wolf-Rüdiger, den ich an dieser Stelle herzlich willkommen heiße. Glaube er ist der richtige Trainer für den FSV. Einer, der euch Burschen da packt, wo ihr es am nötigsten habt: An der Ehre und an den soweit noch vorhandenen Eiern. Denn jetzt ist Schluss mit lustig. Das beste Beispiel dafür gab Markus Karr beim ersten Treffer in Hausen – so nachsetzen hab ich ihn selten gesehen. Und was springt dabei heraus? Die Führung! Mit solchen Aktionen verschafft man sich Respekt, nicht mit Fupp-Fupp und Schönspielerei. Das gleiche gilt für Tobi Gröger, der gezeigt hat, wie wichtig er ist und mit Patrik Luz zusammen eine echte Bank darstellt. Auch Dominik Wolf hat mir gefallen. Und der Schwenk, ein echter Vertreter der Grundhärte. Endlich liest man mal in der Zeitung, dass unsere Abwehr überhart einsteigt. So muss es auch sein!

Dass die zweite Hälfte dann nicht mehr ganz so prickelnd lief, muss man jetzt nicht überbewerten. Wir sind im zweiten Spiel immerhin zu Null geblieben und haben kämpferisch alles gegeben. Mehr braucht es im Moment nicht. Denn mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Und klettert doch ganz schön weit hoch.

In Hausen bei der Zweiten gab es die erwartete deutliche Packung für den dort beheimateten TV. Und dies trotz eines fehlenden Trainers Heiko Lang, der seinen 30. Geburtstag gebührend mit seiner Angelique in der Kiste verbrachte. Allerdings krankheitsbedingt. Ja, in dem Alter ist es eben nicht mehr selbstverständlich, dass man morgens aufstehen kann. Trotzdem alles Gute nachträglich und weiterhin gute Besserung. Auch gesundheitlich.

Am Sonntag stehen für beide Teams richtungsweisende Spiel auf dem Programm. Zuhause erwartet unsere Zweite den TSV aus Niederhofen. Mit einem Dreier könnte man die Tabellenführung ausbauen und das erste deutliche Signal setzen, dass man wirklich das Top-Team der Kreisliga B ist. Die Erste dagegen muss in Nordheim zeigen, was sie drauf hat. Ein Sieg hier wäre ungeheuer wertvoll.

Wenn ich allerdings hin und wieder aus dem Haus gehe, zum Beispiel in den Handelshof um einen Wein freizukaufen oder ins Eiscafe oder egal wohin, und ich höre dann von zufällig meinen Weg kreuzenden FSV-Sympathisanten solche Sachen wie "Mir gehn bloß noch zur Zweite die gwinne wennichschdens", dann krieg ich das große Übergeben. Hut ab vor der Truppe um Heiko und Helmut und ich liebe sie auch alle ganz arg. Aber der 1. Mannschaft den Rücken zu kehren um zwingend Sonntag nachts einen Sieg unterm Kopfkissen zu haben, das geht zu weit. Beide Mannschaften haben Zuschauer verdient. Aber Zuschauer, die nur Siege sehen wollen, braucht man so arg wie Schnee im August. In Nordheim und daheim.

Hoffe man hat mich verstanden. Von der Heuchelberger Warte soll man im übrigen bei guter Sicht sowohl den Nordheimer Sportplatz als auch das Leintalstadion hervorragend sehen können.

Wer kommt mit hoch?

 

 

 

 

 

17.10.2007


Mirfrier-Taktik

Wie geht's bloß zu in unserem Club?  Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Die 2. Mannschaft im siebten Himmel, die 1. dagegen vielleicht irgendwann nicht mehr weit vom siebten sieglosen Spiel entfernt. Dabei war alles schon klar: Vorab zum Meister gekürt wurde die Erste. Aber das war wohl noch nie gut. Aber den Schuh müssen sich wohl alle, inklusive mir, anziehen.

Nach der Nullnummer gegen Cleebronn brennt der Baum beim FC Bayern des Leintals allerdings weiter. Zu viele außerhalb der Mannschaft und auch innerhalb des Kaders geizen weiterhin nicht mit Kritik, meist in Form von (teils nicht veröffentlichten) Einträgen im Gästebuch, was ich als Gästebuch-Admin ja auch lesen kann oder muss. Feig versteckt hinter der Anonymität einer IP-Nummer im Internet wird nicht nur gegen Marco nachgetreten, sondern auch jetzt schon wieder die Aufstellungen von Heiko und Matze teils gürtellinien-unterschreitend kommentiert. In keinem Verein gibt es wohl so viele klügere Trainer und Berater wie in Schwaigern. Jeder weiß alles besser, jeder würde lieber den spielen lassen als den, und der taugt nix und der ist granatenmäßig langsam. Allen fehlt die Haltung zum Sport und falsch eingestellt sind sie sowieso und der ist doch ein Liebling vom Trainer und bei dem sind die Schuh zu groß und zur Not hängt ihm halt das Trikot raus und er hat deshalb keinen Wert. Und wenn nix mehr hilft dann kommt die Mirfrier-Taktik. Weil „mir früher hen wenigschdens kämpft.“ Nur beweisen können sie es leider auch nicht mehr.

Nach dem Rücktritt des Trainers hab ich mal in meinem Kopf geblättert: In der Geschichte des FSV (nächstes Jahr ist 15-jähriges) hat es nur ein Trainer geschafft, sich pünktlich zum Ablauf seines Vertrages aus dem Leintal zu verabschieden. Und das war Werner Mann, der 1994 oder 1995 seine Tätigkeit beendete. Seither gab es nur noch Rücktritte oder Entlassungen. Sag ja: Der FC Bayern des Leintals.

Gespannt sind wir alle auf den neuen Trainer. Ich wünsche mir entweder einen harten Hund oder aber gleich eine Frau. Bloß nix dazwischen. Klare Worte und eine definierte Linie sind angebracht. Vielleicht wird es ja diese Tage schon verkündigt, ob es sich jemand  antut, sich diesem großen Kader und einem derart lebendigen Umfeld entgegen zu stellen. Wobei: Es gibt ja auch noch Ingenieure, die nach Afghanistan gehen. Der wahre Mann kennt eben keine Angst.

Am Wochenende fahr ich definitiv nach Hausen. Weiß nur noch nicht, in welches. Das Derby reizt und wird – da bin ich überzeugt - knapp gewonnen, aber an der Zaber winkt vielleicht ein Schützenfest. Auf jeden Fall bleibt die 2. Mannschaft Tabellenführer. Vielleicht wär es deshalb fast schöner, der 1. Mannschaft zu zeigen, dass man noch an sie glaubt. Auf nach Hausen!

Grad zum Trotz: Mein Adventskalender, den ich mir gemacht hab. Ja, ich geb's zu - da muss man schon ein bissle abschüssig veranlagt sein. Aber wer in dem Verein ist das nicht.  

Arnoldos Adventskalender 

Solche Adventskalender kann man sich übrigens ganz easy selbst online machen lassen, einfach unter www.privatepresent.de klicken. Ist die neue Homepage meiner Firma...;-)...

30.09.2007


SC OZ - FSV I 1:0
TSV Nordhausen - FSV II 0:2

Nur kurz

In Leonbronn verliert die erste Mannschaft ihr zweites Spiel in Folge. Bin sehr enttäuscht, und da geht es mir sicher wie vielen anderen. Habe das Spiel nicht gesehen, deshalb auch keine Bewertung. Meine Prophezeiung, dass die drei kommenden Spiele (zwei davon sind vorbei) richtungsweisend sein werden, hat sich leider auf die schlechteste aller möglichen Arten erfüllt. Es sind zwar noch viele Spiele - aber der Weg wird steinig. Sehr sehr steinig. Gegen Frankenbach alles wieder gutmachen bitte.

In Nordhausen wurde auch sehr viel verkrampftes geboten, trotzdem gewann die Zweite verdient, wenn auch um vier bis fünf Tore zu niedrig. Einen Satz noch zum Schiedsrichter, vielleicht liest er es ja: Es gibt doch, grade für ältere Leute, so viele Angebote, was man Sonntags machen kann. Volkswandertag, Tag der offenen Tür beim Sanitätshaus, Gartenarbeit etc. Oder auch einfach nur Spazieren gehen, ein paar Beerle Trollinger klauen und abends irgendwo einen Rostbraten und ein Viertele verdrücken. Aber nein, Sie müssen ausgerechnet Schiedsrichter sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

25.09.2007

Erfolge genießen und Niederlagen meistern.

Mir fällt es echt schwer, Heiko's Truppe eine zweite Mannschaft zu nennen. Bin für einen Umbenennung in "Zweite 1. Mannschaft", den zum einen spielt sie einen tollen Fußball, zum anderen ist sie in der Zuschauergunst schon fast ein Konkurrent zur Kreisliga-A-Truppe. Siehe auch bei der Partie in Massenbach, als das Derby mehr Fans über den Berg zog als an den See zur Union. Zudem schlägt sie (ohne Müh und Not und Karl Reinwald) am Sonntag Tabellenführer Kirchhausen in Unterzahl mit 4:0 und steht nun mit 11 Punkten einen Zähler hinter dem Tabellenführer Niederhofen. Glückwunsch an den Lochberg. Aufregen könnte man sich dabei glatt über "uns Vito", aber er hat es nun mal aus 80 Meter Entfernung am besten gesehen, dass der Ball zum eigentlichen 2:0 im Tor war, was der Schiri ihm partout nicht glauben wollte. Also ging Vito schnell duschen und verfolgte die restlichen 85 Minuten von außen weiter.

Und jetzt zur ersten Niederlage unserer Vorzeigetruppe: Meine Güte, die Stettener waren an diesem sonnigen Herbsttag einfach besser. Und der FSV schlechter und spielte unter aller Form, sicher auch deshalb weil vor der Partie eigentlich nur die Höhe des Sieges unklar war und in den Tipps von knappen Siegen bis hin zu einem Abschlachten der SG schon alles geklärt war. Nicht ein Mitglied der Tippgemeinschaft traute dem Gegner ein Unentschieden, geschweige denn einen Sieg zu. Mich inklusive. Wenn sich so eine Einstellung auch in den Köpfen der Spieler breit macht, sieht es natürlich schlecht aus im Spechthaus. Hätte man allerdings ahnen können. Echter Höhepunkt allerdings das wunderschöne 1:0 durch Adri. Auch der Anschlusstreffer von Markus Karr war toll, auch wenn er lediglich statistischen Wert hatte. Sei's drum, wer vor der Partie eine dicke Lippe riskiert, braucht sich nicht wundern, wenn er dann auch eine bekommt. Hoffe die Schwellung geht bis Sonntag zurück und man geht gegen die Zaberfelder wieder konzentrierter zur Sache.

10 gute Gründe, warum der FSV dennoch meisterlich ist.

1. Am Freitag waren 38 Mann im Training. Die meistern wollen wiederkommen..
2. Der Sahne-Himbeer-Kuchen am Kiosk wurde von einer wahren Meisterin gebacken.
3. In Schwaigern gucken die meistern schöne Mädle zu.
4. Meisterns wollen Spielerfrauen vor den Spielern heim. Und meisterns verstehen das die Spieler nicht.
5. Schwaigern hat die meistern unqualifizierten "In-Platz-Neischreier" der ganzen Liga
6. Die Erste hat bisher die meistern Tore geschossen. Aber auch bald am meistern bekommen.
7. Wimpelübergabe bereits geprobt und souverän gemeistert.
8. Die meistern Spieler sind glaub ich ganz zufrieden beim FSV.
9. Am meistern schuld ist eh immer der Trainer. Ist auch meisterns am einfachsten.
10. Erol hat einen Rippenbruch. Die meistern sind aber noch ganz. Gute Besserung.

29.08.2007

Die 1. Mannschaft im Pokal mit einer Glanzleistung gegen Abstatt, die 2. leider ausgeschieden. Dafür fahren beide Auftaktsiege in der Punktrunde gegen Lauffen II bzw. Eibensbach ein.

Ja, endlich rollt der Fußball wieder. Inklusive der Halbzeit warten genau 100 Stunden Fußball auf uns, und ich glaube fest dran, dass wir am Ende dieser Saison die Meisterschaft in der Kreisliga A feiern können. Es wird aber auch mal wieder Zeit. Denn gerne erinnere ich mich an die letzten Kreisliga A-Meisterehren in der Saison 1989/1990. Verrückt, dass dies schon 17 Jahre her sind. Einige der heutigen Spieler rutschten damals noch nackt die Rutsche am Spielplatz runter und saßen später breiverschmiert im Sportheim im Hochstuhl. Trainer war damals Wolf-Rüdiger Herzog, Kapitän Jürgen "Nonning"Reiner, und gespielt haben Leute wie Matze Nagel, Reiner Faber, die Schweizers, Ralf Pacius, Jürgen Lieberherr oder Harry Reichert. Und viele andere mehr, die ich noch aufzählen würden, wenn sie mir bloß noch im Gedächtnis wären. Auch in diesem Jahr haben wir einen großen Kader, indem durchweg gute Fußballer zu finden sind. Junge Leute, erfahrene Leute, eine perfekte Mischung, mit der beide Teams nach oben kommen werden. Ob jetzt einer dabei in der zweiten oder in der ersten Mannschaft spielt, sollte dabei nicht so entscheidend sein. Wichtig allein ist der gemeinsame Erfolg.

Nach den ersten vier Spielen nun aber auch erste andere Erkenntnisse: Adri scheint in die Fußstapfen seines Bruders Toni zu treten. Klaus Ikrich hat in Schluchtern das Bier trinken gelernt. Und wer zum ersten mal in seinem Leben etwas arbeitet, der kann auch plötzlich Tore schiessen (Beispiel Karl R. in der 2. Mannschaft). Erstaunliches auch vom Tippspiel: Ansgar Altmann, trotz deutlichen Lücken im Fußballwissen, setzt sich an die Spitze und behauptet dort bleiben zu werden, und eine gewiss ungenannt bleiben wollende Tipperin schafft es in beiden Ligen auf den ever erzielten Minusrekord von 6 Punkten. Ja, Fußball ist halt nicht so einfach. Sonst wär's ja Turnen.

Der Spruch des Tages kam allerdings von unserem Kapitän:

"Mir ist es am liebsten wenn wir einen Elfer verschießen. Also, natürlich nicht wenn er Spiel entscheiden würde oder so. Aber wenn wir eh gewinnen, dann sollen sie ruhig jeden verschießen. Dann gibt es nämlich wenigstens Bier!"

In diesem Sinne: Morgen im Pokal alles geben, und am Sonntag wieder sechs Punkte. Ich fände mich damit zurecht.





















08.08.2007

 
Rückblick auf das alternative Trainingslager vom 2. August 2007 in El Vergel (ES)

Enttäuschende Teilnehmerzahl beim kurzfristig angesetzten alternativen Trainingslager in Huerro de la Cruz/El Vergel im leider etwas wespenarmen andalusischen Hinterland. Denn alles war vorbereitet, inklusive der nagelneuen Wespenfalle. Sie blieb so unberührt wie das Spezi im Kühlschrank. Nur gut, dass der Patron gleich zur Begrüßung die ein oder andere Grillbereicherung und kalte Getränke auftischte, da war es dann auch egal, dass immer nur die gleichen bereit sind, in der wichtigen Vorbereitungszeit noch eine Schippe drauf zu legen.

Per Zufallsgenerator wurde Nick „El Cubanito“ Mayer zum Interimstrainer gewählt, er ging in seiner Begrüßungsansprache (siehe Bild) auch sofort auf die Schwächen des Teams in Bezug auf Schnelligkeit und Körpersprache ein. Nach den ersten lockeren Einheiten bei angenehmen 20° C Rasentemperatur wurde gleich deutlich, dass weder Torschuss, Lauftraining oder Fünf gegen Zwei auf dem Spiel stehen konnte. Denn wir waren nur sechs, und nur einer davon hatte Lust. Allerdings konnte der weder am Ball noch zwischen den Pfosten etwas. So entschied man sich für einen runden Tisch, in dem vorwiegend große Sprüche bezgl. der kommenden Saison gedroschen wurden. Sven Heege gestand, dass er seit Monaten im heimischen Leidensberg an einem Garagentor seinen rechten Fuß trainiert. Und dass die Nachbarn sich schon beschweren. Flo Maier bekannte sich eindeutig zum Saisonziel „Marcel Weigelt in der Torschützenliste überholen“. Dann wählte man am Tisch noch den faulsten Bauern von Schwaigern und entschied sich mehrheitlich für Jan F. aus Schwaigern. Der Stefan „Netsteffen“ Neumann stieß schließlich noch zur Truppe und brachte eingefrorenen Pizza-Aufstrich mit, der sich unter erst unter Herdandrohung erweichen ließ. Daniel „Mü“ Müller behauptete irgendwann zu später Stunde dann noch ein uneheliches Kind von Bomber Gerd Müller zu sein, und wie unfair es wäre von der Natur, dass er nur die dicken Oberschenkel von seinem berühmten Vater geerbt hätte.

Alles in allem dennoch ein gelungenes Trainingslager. Mit dem Nachtflieger traf die Truppe dann gegen 2.30 Uhr wieder in Schwaigern ein. Weil alle müde und ausgepowert waren, ging es nach dem Auslaufen dann auch direkt ins Bett. Demnächst wieder mehr.

Die Wespenfalle: So unnötig wie ein Schlaudraff bei Bayern. Die Wespenfalle: So unnötig wie ein Schlaudraff bei Bayern.

El Cubanito: Vorwärts immer, rückwärts nimmer. El Cubanito: Vorwärts immer, rückwärts nimmer.
Das Team: In dieser Besetzung dürfte der Klassenerhalt in jeder Liga stark angezweifelt werden. Das Team: In dieser Besetzung dürfte der Klassenerhalt in jeder Liga stark angezweifelt werden.

 

21.06.2007

 

In aller Bescheidenheit

Die Saison ist vorbei und mit der 1. Mannschaft des FSV Schwaigern hat sich der wahre Relegationsteilnehmer der Herzen mit einem achtbaren, aber dennoch nutzlosen 3. Platz verabschiedet.  Dass es nie leichter war aufzusteigen als dieses Jahr, ist natürlich Quatsch, denn wenn man es sich in bestimmten Saisonphasen schwer macht, dann kann es auch nicht leicht gewesen sein.

Und wenn wir ehrlich sind: Einen wirklich überzeugenden Fußball lieferte die 1. Mannschaft vielleicht in der Hälfte aller Spiele ab. Für Meisterehren ist das zu wenig. Und dass die anderen auch nicht besser waren, sollte keine Rechtfertigung für einen Aufstieg sein.

Eine erfreuliche Überraschung allerdings die 2. Mannschaft, die unter Regie von Heiko und Helmut Lang eine wirklich tolle Saison hingelegt hat. Besonders bemerkenswert auch die Kameradschaft innerhalb und außerhalb der Truppe.

Eine echte große Fußballfamilie ist der FSV Schwaigern, und jeder der an diesem Tisch seinen Platz einnimmt darf glücklich sein, dazu zu gehören. Es gibt im Unterland nur wenige Vereine, die über solche Strukturen und Rahmenbedingungen verfügen wie wir beim FSV. Darüber sollte man sich immer wieder in ruhigen Minuten klar werden. Mich freut, dass aus dieser Truppe nur wenige Abschied nehmen. Es zeigt, wie wohl sich die Kameraden im Club fühlen. Und wenn man sieht, wer alles wieder ans Falltor zurückkehrt, ist dies für den FSV auch ein deutliches Zeugnis: Klaus Ikrich und Adri Bonomo, Dominik Wolf, Toni Bonomo (klangvoller Namen aus Nordheim), Vito Fisicaro. Weiter scheint ist man noch an einem alten FSV’ler dran zu sein, stand heute allerdings noch nicht fest. Dazu kommen weitere Verstärkungen von der TSG HN und aus Treschklingen. Sorry, falls ich jemanden vergessen haben sollte! In aller Bescheidenheit und sachlicher Abwägung, die man von mir und dem FSV kennt, meine Prognose für die kommende Saison. Zwei Meisterwimpel sind sicher. Dazu der Pokalsieg für die 1. Mannschaft und ein achtbarer Halbfinaleinzug der Zweiten (scheidet leider gegen die 1. im Elfmeterschiessen aus). Ziemlich sicher wird der FSV zwei Torschützenkönige stellen und den Zuschauerrekord in den Kreisligen A und B liefern. Dass beide Teams über 140 Tore erzielen ist lächerlich zu erwähnen. Aufgrund der Dominanz beider Trupps wird man sich den Tag der zeitgleich errungenen Meisterschaften auf einem sonnigen Doppel-Heimspieltag mit vorhergesagten Temperaturen um die 28° legen. Schließlich kann man sich das mit einem bereits in der Winterpause erzielten Vorsprung von 16 Punkten (13 bei der zweiten) auch  locker aussuchen. Die Stadtkapelle wird spielen. Es wird ein Zelt mit Giggerle und Fassbier geben. Eventuell wird Eberhard Ginger mit dem Fallschirm auf dem Anspielpunkt landen. Wobei hier noch Fragezeichen bestehen. Freut euch schon mal! Vielleicht kommt’s aber auch ganz anders. Wer weiß. Schöne Sommerpause, liebe Fußballfreunde! 

24.05.2007

TGV Dürrenzimmern - FSV Schwaigern 1:2

Hätte Hätte Fahrradkette

Natürlich wäre man jetzt Tabellenführer, wenn wir gewonnen hätten gegen Bonfeld oder Brackenheim. Oder man es nicht gegen Frankenbach am ersten Spiel versiebt hätte. Aber wäre die Katze ein Pferd, so würde sie den Baum hinaufreiten, und wäre die Erde eine Scheibe, dann würde es vielleicht kurz vor Schluchtern gleich senkrecht nach unten gehen. Das ist doch grad das Spannende am Leben, das es eben immer Dinge gibt, die sind wie sie sind. Basta.

Könnte aber genauso gut andersrum sein: Wäre Sven Heege ein Mädchen geworden, hätte er im Hinspiel gegen Bonfeld nicht vier Tore gemacht und wir hätten auch keine 3 Punkte mitgenommen. Oder der Fackler Marco wäre vielleicht Tennisspieler geworden. Dann hätten wir keinen Trainer in dieser Saison gehabt, und das hätte uns gut und gerne 26 Punkte gekostet.

Einem Höllenszenario käme jedoch dieses Bild gleich: Schwaigern wäre nie als Flecken besiedelt worden, in der Eifel hätte man nie Bier gebraut, in Canstatt wäre nie ein VfB gegründet worden, Gott hätte nur Männer erschaffen und keine Frauen: Dann wäre aber auch garantiert nix los am Stadtfest, liebe Freunde.

Schöne Pfingsten.

 

21.05.2007

FSV II - TSV Fürfeld 2:1
FSV I - SC Oberes Zabergäu 5.2


Aufgrund der sonntäglichen Erfahrung dieser Woche schlage hiermit ein neues, erfolgreicheres Konzept für die künftigen Punkt-Spiele vor.

Neue Regeln

1. Jeden Samstag haben 30% des Kaders ein Bundesliga-Spiel zu besuchen, wovon 80% bis zum Anpfiff nicht mehr nüchtern sein dürfen. Wer dabei besonders über die Stränge schlägt, ist für die erste Mannschaft gesetzt.

2. Pro Wochenende werden wahllos 7 Spieler in Urlaub geschickt, wobei dieser nicht aus der Vereinskasse bezahlt wird. Vor eventuell wichtigen Spielen in der heißen Saisonphase (Aufstiegskampf) erhöht sich diese Zahl auf 15 Spieler. Wer aufgrund Krankheit oder Ehrgeiz seinen Urlaub nicht antreten kann, hat sich trotzdem von den Sportplätzen fern zu halten.

3. Der Kader für die 1. und 2. Mannschaft wird Sonntags um 12 Uhr im Sportheim (ab sofort: Untertürkhaner Kurve) per Los bestimmt. Hier bei muss so gewichtet werden,  dass in jeder Truppe mindestens 3 Übergewichtige spielen, ebenso 3 Spieler die in der 1. und/oder in der 2. absolut nichts verloren haben und ebenso 3 Spieler, die übers Internet per Voting in die Mannschaft gewählt wurden. Sportliche Kriterien finden hierbei keine Berücksichtung mehr.

4. Der Trainer muss sich in beiden Spielen grundsätzlich ab der 80.
Minute einwechseln. Dem Trainer ist dabei vom Betreuer rechtzeitig  die Trikotfarbe der eigenen Mannschaft zu nennen.

5. Das kommende Spiel ist immer das nächste.

6. Der VfB ist deutscher Meister. Und Schalke wird es nie.

7. Tippspiel ist was für Schwule und Weiber.

roemerundroemer
Das doppelte Lottchen: Römer auf dem Stuttgarter Hauptbahnhof an jeden denkwürdigen 19.Mai 2007. Neben ihm Römer (im VfB-Trikot). 

30.04.2007


TSV Botenheim II - FSV Schwaigern 0:3
SV Frauenzimmern - FSV Schwaigern II 3:3


Ohren steif halten

Traumergebnisse auf anderen Plätzen: Ob in Bochum, München, Bielefeld oder Dürrenzimmern, neben der eigenen ansprechenden Leistung ist es beim Saisonfinale immer auch erfreulich, wenn auf anderen Plätzen Wohlwollen herrscht. Wie zum Beispiel am Sonntag unterm Hörnle, als man von dort die frohe Kunde vernahm, dass Frankenbach Nerven zeigt und im Titelkampf wieder Spannung anbieten möchte. Nehmen wir gerne mal so an, Freunde am Ende des Leintals!

Aber abwarten. Noch ist es ein langer Weg, und alles andere als Hasentruppen erwarten uns noch. Doch in der Jäger-Rolle (hat mit Hermann nix zu tun) fühlt sich der FSV scheinbar aber ganz wohl. Mit Brackenheim, den Aramäern, Dürrenzimmern und Nordheim kommen aber noch so richtige Meisterschaftsfeier-Verderber auf uns zu. Ganz in echt: Die wollen euch ein Fest vermasseln. Wollt ihr das zulassen?

Am Sonntag haben wir Bonfeld zu Gast. Wer unter den Spielern glaubt, diese Hürde würde sich locker nehmen lassen, der sollte mal schauen ob er nicht kurzfristig eine Konfirmation oder Taufe findet, auf die er sich noch einladen lassen kann. Denn jetzt geht es gegen keinen Gegner mehr mit 70 oder 80 Prozent - jeden Sonntag und zu jedem Spiel absolute Konzentration mit einem eisernen Siegeswillen, und der Wimpel geht noch an uns. Ihr werdet sehen!

Leider konnte ich das Spiel der Zweiten nicht besuchen, aber auch in Frauenzimmern wurde nicht verloren und dadurch hält die tolle Serie von Heiko's Truppe weiterhin an. Platz 4 verteidigen bis Ende der Saison - ich weiß ihr schafft das!

arnoldo_ohrensteiff

Zum Bild: Arnoldo zeigt, wie man die Ohren für die letzten Spiele steif hält. Man beachte auch das nun fünf Jahre alte Meisterschafts-T-Shirt, das bei den Beteiligten immer noch Tränen der Rührung hervor locken kann. Wie der Hase heißt, ist unbekannt. Im Hintergrund blüht der Flieder.

23.04.2007

FSV Schwaigern II - GSV Eibensbach 4:1
FSV Schwaigern I - SG Stetten-Kleingartach 5:1

Geheimrezept Weißwein 

Ein Wochenende zum mit der Zunge schnalzen: Am Freitag in Stuttgart Bob Dylan gesehen, am Samstag die Bayern verklopft, und gestern schließlich zwei tolle Siege des FSV erlebt. Nicht zu vergessen das schöne Grillfest mit „Heute im Stadion“ bei Habsche im Hinteren Berg, und auch da konnte ich von einem guten Freund wieder etwas in Erfahrung bringen, das dem ein oder anderen vielleicht weiter hilft: Den besten Sex erlebt man scheinbar dann, wenn der Mann vier Viertel Weißwein und die Frau zwei Viertel Weißwein getrunken hat. Wer demnach Alt-Reste von Rotweinen aller Qualitätsstufen entsorgen möchte, darf diese gern bei mir vor die Haustür stellen. Ich räum sie dann weg.


Heute morgen fuhr ich bei herrlichem Wetter mit einer aufgehenden Sonne im Rücken durch das beschauliche Stetten und über Niederhofen durch Kleingartach. Hier scheint sich das Leben wieder eingespielt zu haben. Der Metzger hatte geöffnet, die Kinder liefen zur Schule, die Müllabfuhr war schon fleißig. Nach der Meldodie des Kirchenliedes „Danke“ summt ich eine freie Textversion mit den Zeilen „Danke, für diese netten Punkte, danke, für diesen schönen Tag, danke, dass wir jetzt vor euch stehen und das nicht zu knapp…“.vor mich hin. Und lächelte dabei. Ach schön, so ein Montag morgen im Frühling.

Nichts für ungut liebe Stettener, nicht wieder gleich alles im Stadionblatt abdrucken. Ist wirklich nicht bös gemeint. Jetzt haben wir halt mal wieder gewonnen. Das Spiel war kampfbetont aber fair, Euch fehlten zwei wichtige Spieler, wir waren in den entscheidenden Phasen aber einfach besser. Und fünf Tore muss man erstmal schießen, und deshalb ein großes Lob an unsere Truppe. Hat echt Spaß gemacht, das motiviert doch echt zum auf den Sportplatz gehen. Aber an Andre Römer mal echt eine Frage: Was nimmst Du? Dass man mit 34 noch mal so zulegen und Gas geben kann wie Du im Moment, da könnt man dich fast schon mal ins Becherle pissen lassen.

Unfassbar ist auch das Auftreten der „Zweiten“. Ein mehr als respektabler 4. Tabellenplatz ist der Lohn für diese neue Spielkultur. Mit Reserve hat das wirklich nichts mehr zu  tun und es macht wirklich Freude, da zuzuschauen. Man spürt auch, dass Ihr eine gute Kameradschaft habt. Weiter so Jungs.!

Weitere Erkenntnisse: Nach acht Toren am letzten Wochenende waren es an diesem sogar neun. Und bemerkenswert dabei, dass neun verschiedene Spieler getroffen haben. Ganz deutlich gesehen hat man auch, dass Fußball ein Arbeitersport ist. Kaum sind die Abiturienten nur als Zuschauer da, läuft es einfach besser. Warum können die Prüfungen nicht bis Juni dauern?

Ab heute glaube ich auch wieder, dass nach oben doch noch was geht. Die Aramäer haben verloren, nun haben wir es wieder selbst in der Hand, doch noch zweiter zu werden. Und das hieße Relegation. Nach vier Jahren wäre es Zeit, mal eine solche wieder mit Erfolg zu beenden, oder? Ich hätte Anfang Juni ein wenig Zeit.

Schöne Woche, man sieht sich auf der Heide! 

nachwuchsspieler
Vor dem Spiel ist nach dem Spiel: Arnoldo mit Sportgetränk und dem noch unbekannten Marko Vucak, der das 1:1 für Schwaigern II erzielte. In der Versenkung hinten links zu sehen ist Gaggele, der viel Bein zeigt.

16.04.2007

SV Massenbachhausen – FSV 0:6

Rekord-Frühling

Ja, klar, kaum mal wieder richtig gut gespielt schon ist er beim Wort, der Arnoldo. So denken jetzt sicher manche vom Verein oder von gemarkungsangrenzenden Sportsfreunden. Ist aber nicht richtig so: Der Frühling ist schuld, er lässt es zu im Garten zu sitzen, Bier zu trinken und das vergangen Spiel Revue passieren zu lassen. Und dabei den Laptop zu bearbeiten. Überhaupt, dieser Frühling, kann der was? Aber Hallo. Ein Monat, der alle Rekorde zu brechen scheint, so richtig zum genießen, aber den Freunden Klimaerwärmer und Endzeitprdedigern gleich mal was im Klartext: Schon 1968 gab’s einmal im April gemessene 32,1° C. Aber tief drin im Schatten. Deshalb nicht immer alles gleich so negativ sehen, was sich so sehr anstrengt da, meteorologisch. 

Jetzt zum Spiel: So sehr ich auch zurück geblättert habe, aber noch in keinem April der Geschichtsschreibung hat eine Schwaigerner Elf bei Temperaturen von über 25° in Massenbachhausen mit sechs Toren Unterschied gewonnen. Das hat schon was, ein solcher Sieg, wenn alles glaubt du bist am Boden, und schwups steht man wieder da und zeigt, dass man Fußball spielen kann. Aber von der kompletten Mannschaft. Der Andre hatte es im Spiel aber auch verdammt eilig. Kaum hatte der wirklich gut leitende Schiedsrichter das Anpfiffpfeichen aus dem Mund genommen, klingelt es auch schon. 28 Sekunden hat der Helmut Wechselberger gestoppt, und ich glaub ihm das, weil er selten Sachen sagt, die nicht stimmen, der Helmut.

Und dann folgte ein Reigen schöner Tore, gekrönt von einem Erol Yilmaz, der sich von seiner wirklich allerbesten Seite zeigte. Ein lupenreiner Hattrick gelang ihm, und damit gleich ein weiterer Rekord: Nie gelang es einem Spieler, der vorher noch nie ein Tor für den FSV erzielt hat, beim SV Massenbachhausen einen Dreierpack zu erzielen. Und sei das alles nicht genug, konnte auch die Zweite beim Auswärtsspiel auf dem Brackenheimer Galgen nach einem 2:2 den Platz mit erhobenem Haupt verlassen. Acht Tore an diesem Tag für den Schwaigerner Aktiven-Fußball, allesamt auswärts erzielt. Auch das hat es selten gegeben. 

Ein wenig Morgenluft könnte man beim Blick auf die Tabelle atmen: Frankenbach hat verloren, bei einem Spiel weniger, das der FSV hat, wären es sieben Punkte auf Platz 1. Dazu muss aber am Sonntag gegen Stetten nachgelegt werden, um noch ein wenig Hoffnung zu haben, dass Platz 2 eventuell zu erreichen wäre. Sollte im Amtsblatt mal wieder eine Vorankündigung erscheinen, könnte es nicht nur nach Frühling, sondern auch glatt nach Zuschauerrekord riechen. Man sieht sich am Sonntag!

04.03.2007

 

Frankenbach - Schwaigern 3:0

Naja. Dabei war doch das Wetter so schön und die Stimmung so gut. Und dann der doofe Hartplatz. Der war schuld und jetzt sind die Frühlingsgefühle futsch, die Träume die wir uns zurecht gelegt hatten sind vergeigt, und den Marktplatz, den der Vorstand für die Meisterschaftsfeier vorsorglich für die letzten drei Mai-Wochenende hat reservieren lassen, kann man jetzt auch wieder für andere Zwecke bei der Stadt mieten. Wenn man doch bloß einen oder zwei hätte, denen man die Schuld an dieser Klatsche geben könnte, dann würde es einem ein wenig besser gehen. Aber mir fällt absolut nix ein. Aber drei Tore schlechter waren wir sicher nicht. Vielleicht trifft es eine alte Fußballer-Weißheit: Wenn Du Scheisse an die Schuhe hast, dann hast du Scheisse an die Schuhe.

15.01.2007


Dachte eigentlich das wäre ganz einfach, beim Hallenturnier Eintritt zu verlangen: Herren ab 18 bezahlen € 1,50 und der Rest der Welt, also Frauen und Minderjährige, und natürlich die Spieler, dürfen so rein. Was man aber dadurch für einen Diskussionsstoff bieten kann, hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet. Und ich kann ganz schön kühn träumen, aber vom Feinsten! 

         
Falls es der Vorstand absegnet deshalb schon heute die Auflistung der Eintrittspreise für das Aktiven-Turnier 2008:
         
Herren ab 18      EUR 1,50
Frauen       Freier Eintritt
unter 18       Freier Eintritt
Ehrenmitglieder     Freier Eintritt
deren Frauen      Freier Eintritt
FSV-Spieler (ab 18)     Freier Eintritt (sofern sie Dienst haben)
FSV-Spieler (ab 18)     EUR 1,50 (falls sie keinen Dienst haben)
Fremde Spieler      Freier Eintritt (falls sie eine Tasche dabei haben)
Fremde Spieler     EUR 1,50 (keine Tasche weil verletzt) 
Fremde Spieler     EUR 1,50 (keine Tasche weil sich deren Trainer schämt sie spielen zu lassen)
Fremde Spieler mit Tasche vergessen   EUR 1,50 
Trainer (alle teilnehmenden Vereine)   Freier Eintritt
Ehemalige Trainer die sich Schädel nennen EUR 1,50 plus je zwei Pils für die Kassierer
Betreuer (alle teilnehmenden Vereine)   Freier Eintritt
Betreuerinnen     Freier Eintritt
Betreuerinnen die kurz zum Rauchen raus gehen erneut Freier Eintritt (geht’s noch??)
Herren, die nur ein zwei Spiele ansehen wollen EUR 1,50
Herren die nie und nimmer bis eins wach bleiben  
können       EUR 1,50
Herren die per Beleg nachweisen können, dass  
sie mindestens 100 EURO versaufen   EUR 1,50 (wird rückerstattet)
Ehemalige FSV-Spieler     EUR 1,50
Ehemalige FSV-Spieler die evtl. zurückkommen  EUR 1,50
Väter von Spielern     EUR 1,50
Väter von ehemaligen FSV-Spielern   EUR 1,50
Väter von zwei ehemaligen Spielern (von    
denen einer evtl, der andere sicher wieder   
zurückkommt)     EUR 1,50
Schiedsrichter     Freier Eintritt
Presse (Herren)     Freier Eintritt
Presse (Frauen)     Na was wohl???
Weiber die fragen (obwohl es fett und in Deutsch   
auf dem Kassentisch steht und an der Tür hängt) EUR 2,90
Herren die zum Abendessen kurz heimgehen,   
aber gleich wieder kommen Herr Wechselberger EUR 9,50 (für entgangenen Gastronomie-Umsatz)
         
Änderungen vorbehalten.      

08.01.2007

Winterfeier im Sportheim

Also letzten Freitag, das war der Abend bevor die drei lustigen Könige durch die Häuser ziehen, sind die Fußballer bei Pekers im Sportheim eingefallen. Fast 60 Leutchen waren das, viele hatten ihre Freundin oder ihre Frau dabei, viele aber auch nicht. Mein Tischnachbar zum Beispiel, das war so ein ganz lustiger ohne Haare, dafür aber mit welchen rund ums Kinn, der sagte gleich zu Anfang: „Bevor meine um elfe knäft dass se hoim will hab ich zu ihrer gsagt dann bleibsch glei ganz dahoim. Hasamol!“

Dann hat der Andi versucht eine Rede zu halten und der Alex vom Vorstand hat auch Grußworte verteilt. Dann gab es so Ehrungen wo jedes Jahr die gleichen was kriegen, aber des sind auch die wo es jedes Jahr verdienet. Man muss schon so ehrlich sein. Organisiert ist das Fest vom Heiko Lang und vom Ebner Andi und noch vom Tobi geworden, der wo im Tor steht, und der wo ich glaub sowieso irgendwann vom Andi der Nachfolger wird.

Dann hat’s zum Esse gebä, viel Salat mit Schafskäse und Spagetti mit Schnitzel wo Käs drauf war, das hat wirklich saugut geschmeckt. Wo dann koiner mehr Babb sage könne hat dann hat der Fackler Marco (der wo an dem Tag einjährigen FSV-Geburtstag gehabt hat) auch noch Rede geschwungen und Ziele, ja große Ziele für die Rückrunde ausgegeben, und in dem Moment hat auch jeder echt dran geglaubt dass mir des wo ich jetzt net sagen will auch schaffen könne. Dann hat der Trainer auch noch eine tolle Diashow präsentiert wo manche ganz komische Gesichter drauf gemacht haben. Was alles gibt.

Beim FSV-Quiz hat dann dem Müller Schorsch seine Frau den ersten Preis gewonnen, weil sie einfach alles über den Verein gewusst hat und da haben echt viele die schon länger dabei sind aus der Wäsche gekuckt. Was da ablaufen tut, echt klasse!

Ja und dann waren da sechs Stück ganz mutig und haben ein Mikrophon in die Hand gekriegt und vor allen Leut gesungen und eine Show abgezogen, dass einem ganz andersch um den Ranzen rum geworden ist. Da will ich aber keinen nennen, aber jeder für sich war sagenhaft und mutig und hat da ein Ding hingelegt, dass man hat wirklich stolz sein könne, was die für eine tolle Truppe sind.

Dann stand der Rest vom Abend zur freien Verfügung, manche haben getanzt, andere sich an die Bar schweissen lassen, wieder andere haben Luftgitarre gespielt und ihre Bäuche zur Schau gestellt, dass es eine helle Freude war. Gegen viere bin ich dann aber hoim, hab mir aber sagen lassen dass da andere noch die ein oder andere Stund rangehängt haben.

Es war wirklich ein super Abend, bedanke mich ganz herzlich bei den Organisten und bei der Abteilung, es macht wirklich Freude, ein Teil dieser herzlichen und netten Familie zu sein.

 

11.12.2006

FSV Schwaigern - FC Kirchhausen 3:0
TV Hausen- FSV Schwaigern II 1:4
Die Entdeckung der Grundlinie

Saubere Leistung, wenn man im Abschluss konsequenter wäre, hätte man
den FCK wahrlich abschießen können. Doch wir wollen nicht murren, nach
dem dritten Spiel in Folge mit dem Prädikat "zu Null" liegt nun ein
blitzsauberer Tabellenplatz 2 unter der Douglasie. Und mit diesem lässt
sich gut winterschlafen.

Es waren auf jeden Fall sehr geile Tore von Heeges Kurt seim Enkel und
von Gianni, der mal wieder einen Doppelpack servierte. Erinnerte fast an
den frühen Tschinsche, wie er die Gegenspieler austanze und Oldie Ralf
"Donau" Donaubauer im Kirchhäusener Tore düpierte. Auch wenn er zuvor
massig am stolpern war, wenn es drauf ankommt ist er eben doch da.
Bestnoten dann auch noch für Simon Gruhler und Matze Gröger, die wieder
eine tolle Partie boten, auch Tobi im Tor hielt das was es gab auf sehr
manierliche Art. Insgesamt eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei
der wirklich jeder sein Bestes gab. Nur: Bitte kommt nach Spielende mal
schneller zu den Fans, wenn die noch klatschen möchten und die Hälfte
ist schon davon gelaufen, weil Kai Pflaume im Fernsehen kommt, ist das
auch bissle blöd.

Weiterer Glückwunsch: Die zweite Mannschaft gewinnt hochverdient in
Hausen, lässt sich aber zuvor in Rückstand bringen. Pit (2), Emin und
Godi ließen sich als Torschütze feiern.

Leider konnte ich am anschließenden gemeinsamen Fest in der Kabine
nicht teilnehmen, musste heim. Dort angekommen will ich sofort den neuen
FSV-Kalender aufhängen, beim letzten Reißnagel passiert es dann: Wand
hart wie Beton, Reißnagel gibt nach und ich durchstoße mir den Daumen
komplett mit diesem Scheissding. Warscheinlich heißt es deshalb auch
Reißzwecke: Es hat den Zwecke, sich halber die Hand abzureißen. Naja,
Blut vom Boden aufgewischt, Wundsalbe drauf, dick verhüllt, und so
schreibe ich jetzt am letzten Eintrag dieser ereignisreichen Vorrunde.
Mir hat es Spaß gemacht, hoffe euch auch. Vielleicht passiert ja doch
etwas zwischen den Jahren, dann melde ich mich wieder. Versprochen.

Zum Schluss noch ein paar Highlights, geschehen während des Spiels
gegen Kirchhausen:

Antwort der Woche: "Am Sack"
(Willi M. auf die Frage, warum er denn humpele und wo er denn operiert
worden sei)

Zitat der Woche "Die ist so hässlich, so wüscht könnte ich eine Frau
mit Blatt Papier und Stift nicht einmal malen"
(Ein Zuschauer der sicher nicht genannt werden möchte. Und über wen er
das gesagt hat, weiß ich definitv nicht. Da hilft alles betteln nicht.)

Witz der Woche "Der Bär hat eine Todesliste"
Wird nur von mir persönlich in fröhlicher Runde erzählt. Eventuell auf
der Winterfeier.

Entdeckung der Woche: Sven Heege entdeckt die Grundlinie, findet sie
aber 5 Minuten später schon nicht wieder.

Also, bleibt unanständig und frech. Schöne Weihnachten und einen guten
Rutsch!

04.12.2006

FSV Schwaigern II – SC Böckingen 1:3
FSV Schwaigern I – TSV Nordheim 2:0

Zu Gast bei Freunden

Nach dem Spiel sagte Berthold M. zu Vito: „Mensch Vito, wärst in Schwaigern geblieben, dann hättest Du heute gewonnen!“. Darauf Arnoldo spontan: „Wieso, ich dachte die 2.Mannschaft hat gegen Böckingen verloren?“. Wir klatschen uns auf die Schenkel und fielen uns in die Arme. Herrlich, Vito ist zurück. Leider nur im falschen Trikot.

Nein, im Ernst: Es war sehr nett, dass Vito und Toni am Sonntag da waren und drei schöne und wichtige Punkte im Gepäck hatten. Die Mannschaft hat sich das aber auch redlich verdient. Endlich mal clever und druckvoll gespielt, das nötige Glück gehabt und zwei herrliche Tore erzielt. Wir sitzen den Heilbronner Teams im Genick, und als Verfolger werden wir uns erheblich leichter tun ,als wenn man ständig die feuchte Luft im Nacken spürt. Wir sind nicht so schlecht wie wir selbst immer denken!

Schön war’s in der Kabine dann beim Feierabend-Bier: Vito hat sich besonders durch seine enge, orange-leuchtende Unterhose Modell „Gut gegen nackige Weiber“ hervor getan. Man hat dann schließlich kurzfristig beschlossen, Vito trotz seiner 100 kg Körperfülle (Schlachtgewicht wohlgemerkt) zurück zu holen. Aus kameradschaftlichen Gründen natürlich. Da Andi Ebner aber kein Geld locker machen will, sind wir auf Spenden angewiesen. Die ersten zwei Cent gingen bereits ein, weitere Beträge nimmt Kapitän Andre Römer entgegen. Toni war leider nicht mehr da, auch ihn hätte ich wieder gerne bei uns im Verein!

Zum Schluss ein Schuss Würze aus der Gerüchteküche: Was macht Adri Bonomo auf dem Schwaigerner Sportplatz, wenn seine Elf leinbachabwärts Heimspiel hat? Ich weiß es wirklich nicht. Hätte ihn ja fragen können, aber dann wäre kein Gerücht im Umlauf. Komm Du auch wieder heim Junge!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

25.11.2006

  

Aramäer Heilbronn – FSV Schwaigern 0:2

Aramäer verleihen Flügel 

Maulwurfshügel auf dem Rasen und Fangesänge des weiblichen Fanblocks der Heimmannschaft konnten unsere heute wieder sehr kampfstarke Truppe nicht von einer überzeugenden Leistung abhalten. Andre Römer und Anthony Henry Hellerich (spricht sich Helleritsch aus) sorgten mit zwei herrlichen Toren für den miese Stimmung in der Tippgemeinschaft. Außer bei mir. Grins.

 

Zuerst muss ich den netten Niederhofener Simon Gruhler loben, der heute mit dem Prädikat „Goldene Preismünze“ ausgezeichnet werden muss. Joe Brown, mit 19 Treffern seither Torschützenkönig, hatte nicht den Hauch einer Chance gegen ihn. „Da musst Du weitermachen Junger, denn das hat wirklich was mit Können zu tun, was Du gezeigt hast!“

 

Als das Promotion –Team von Red Bull aufkreuzte, die von mir eigentlich auf 14.15 Uhr bestellt waren, ließ sich Sven Heege auswechseln. Sprechen konnte er mit den beiden Hübschen natürlich nicht. Aber ich glaube davon hatten wir es schon mal. Auf jeden Fall brachte das Dosenpfand satte EUR 5,50, die ich an der Jet gleich gegen eine dicke Marlboro eintauschte. An dieser Stelle der Hinweis: Zerknüllte Dosen werden nicht angenommen. Ganz lustig war die Begrüßung der Tankstellenverkäuferin, als sie mich auf die tropfenden Dosen, die ich in einem alten Zwiebelsack daherbrachte, hinwies: „Da tropft es raus“, stellte sie fachmännisch fest. Darauf ich: „Ja, weil da was zum Trinken drin war, Frau Jet“.

 

Was geschah noch am Rande? Markus Godi erzählte einen 40 Jahre alten Witz, und eine Aussprache zwischen dem Trainer und mir brachte folgende Erkenntnis: Er hat es euch gar nicht verboten, mit dem Ball bis auf die Grundlinie zu gehen, der Abwehr in den Rücken zu spielen und auch mal mit vier oder fünf Treffern beim Pausentee aufzukreuzen. Traut euch mehr zu, seid keine Hasen und hört auf einen alten Fuchs!

 

Ganz egal, morgen gewinnt der VfB gegen Gladbach, und Karl Reinwald wird sich wieder als Heulsuse outen müssen.

 

Wünsche eine schöne Woche, nächste Woche putzen wir Nordheim und blicken noch beruhigter auf die Tabelle.

Habe die Ehre. 

21.11.2006

FSV Schwaigern I – TGV Dürrenzimmern 1:2

Böse Zungen

Wer sich gefragt hat, was am Sonntag in Schwaigern auf dem Sportplatz los war, dem kann ich auch nicht weiter helfen. Böse Zungen behaupten aber, es könnte sich eventuell um Fußball oder etwas ähnliches gehandelt haben. Da ich selbst nicht alles selbst wissen kann, hab ich schnell unter www.wikipedia.de geschaut und folgendes gefunden:

Fußball ist ein Ballsport, bei dem zwei Mannschaften mit je elf Spielern (einem Torhüter und zehn Feldspielern) gegeneinander antreten. Ziel ist es, den Ball ins gegnerische Tor zu bringen. Fußball wird vorwiegend mit dem Fuß gespielt, jedoch dürfen die Feldspieler auch andere Körperteile, ausgenommen ihre Hände und Arme, verwenden. Der Torhüter ist der einzige Spieler der jeweiligen Mannschaft, der den Ball innerhalb des eigenen Strafraums mit der Hand spielen darf.

Also das war’s dann offensichtlich nicht. Denn diese Jungs – ob rote oder gelbe Trikots am Leibe – müssen irgendwie ein anderes Ziel gehabt haben.

Habe aber aus sicheren Quellen vernommen, dass man wohl am Samstag um 14.30 Uhr nach Heilbronn fahren will, um den Herren Aramäer zu zeigen, wie dieser Sport gespielt wird. Vielleicht kommt ja der eine oder andere, der das hier liest, mit rein nach Böckingen - ich glaub ganz bestimmt das unsere Jungs das ganz gut können.

Wollen wir wetten?

17.11.2006


FSV Schwaigern II – TSV  Massenbach 2:0
FSV Schwaigern I – VfL Brackenheim II 1:3

SC Oberes Zabergäu – FSV Schwaigern I 1:2
TSV Fürfeld – FSV Schwaigern II 5:1

Vor dem Südgipfel

Nach kurzer Pause und Tagen des Bedrängens um einen neuen Tagebucheintrag heute ein kurzer Rückblick auf die vergangene Woche und ein kleiner Blick nach vorn:

Mit sechs Punkten Rückstand auf den Tabellenführer Frankenbach befindet sich die 1. Mannschaft nun auf einem passablen dritten Platz. Nach der enttäuschenden Heimniederlage gegen den VfL (Verein für immer setzten die Landesligaspieler ein menno) Brackenheim sah man in FSV-Reihen schwere Zeiten auf sich zukommen. Aber als unser lieber Herrgott am vergangen Sonntag die Himmelsschleusen öffnete, und dort wo das Zabergäu am obersten ist zum Dauerregen anpfiff, zeigte die Truppe ihr wahres Gesicht. Roland Holderrieth hatte wie immer noch nicht einmal geparkt, da stand es bereits 2:0. Ein Eigentor und ein Glückstreffer von Sven Heege (Bayern-Spitz) sorgten für den verdienten Vorsprung. Kurz darauf reduzierte man sich selbst, verursacht durch eine saudumme, vermeidbare und kameradenschweinische rote Karte für Patrick Augustin (Bayern-Spitz), kassierte dazu noch einen Elfmeter und dadurch auch den Anschlusstreffer. Keine Zigarette später wählt Nick Mayer das sichere Mittel der Notbremse um den Ausgleich zu verhindern und durfte dafür ebenfalls duschen gehen. Sein Hinweis an den Schiedsrichter „Ich bin doch schon nass“ half leider nicht.

Was dann für die restliche Stunde Spielzeit jedoch folgte, war Einsatz und Kampf, den man in den letzten Jahren von unseren Burschen nicht gesehen hatte. Als ginge es um lebenslänglich Freibier im Sportheim grub die Truppe Meter für Meter Boden um, zog Zäune um den Strafraum und warf sich mit aller Kraft den immer wütender werdenden Angriffen der Zabergäuer entgegen. Bis zum Schlusspfiff wurde das Ergebnis schließlich gehalten und so wird dieser Dreier sicher als richtungsweisend in die Saisonhistorie eingehen. Wenn man diesen absoluten Einsatz künftig auch mit 11 Mann im sonntäglichen Programm anbieten würde, bräuchte es einem um die Meisterschaft nicht bange werden.

Das Spiel der 2. Mannschaft konnte ich leider nicht verfolgen, da ich nach Fürfeld nicht mehr fahre. Dort stahlen mir beim letzen Spiel einige Ersatzspieler durch den Hinweis „Mika hasch gwisst dass in Fürfeld än MCDonald gibt?“ lockere 15 Euro aus der Hose, die ich bis heute nicht zurückerhalten habe.

Am Sonntag steigt der Südgipfel im Leintalstadion gegen die Weißherbst-Hochburg Dürrenzimmern. Ich bin absolut für einen Heimsieg, um oben dran zu bleiben. Bitte denkt auch mal an mich während des Spiels. Leider kann ich selbst nicht dabei sein, da ich auf einem Geburtstag in einem mir nicht ganz unbekannten Schwaigerner Bistro weile. Jawohl, Sonntag mittags. Das funktioniert.

Bitte mich von den Vorgängen zu unterrichten.

Ach, eins noch: Soll von Türkan folgende Hausverbote im Sportheim ausrichten: Heege, Hübscher, Augustin jun., Reimund Buch, Daniel Müller. Gültig wohl ab Samstag Mittag, 15.30 Uhr. Warum weiß ich leider nicht.

29.10.2006

SV Bonfeld – FSV Schwaigern 2:4
TSV Meimsheim – FSV Schwaigern II 4:1 

Heege und Pflege von Sportskameraden 

Dieses Spiel in Bonfeld wird wohl in die Geschichtsbücher des FSV eingehen. Denn wohl selten gelang es ein und demselben Spieler an einem Tag gleich zwei derart bemerkenswerte Leistungen zu vollbringen. Sven Heege, unbeschwerte 19 Jahre alt und zum ersten Mal in dieser Saison in der Startelf, brachte es fertig, in einer (und zwar der ersten) Halbzeit gleich vier (4!) Treffer zu erzielen.  Damit sprang er an einem Tag von Platz 29 der ewigen Torjäger-Liste auf Rang 19 und damit in den erlauchten Kreis der „best twenty ever“. Dadurch schloss er zum legendären Werner „Fun“ Schweizer auf und überholte dabei noch so klangvolle Namen wie Antonio und Adriano Bonomo, Roberto „Baggio“ Fisicaro, Markus Godi oder Oliver Kunz.   

Noch unglaublicher jedoch die zweite herausragende Tat dieses Spielers, dem man aufgrund seiner unbekümmerten Jugend durchaus noch Welpenschutz zugestehen könnte, wenn man gewillt wäre: Es nicht zu schaffen bis 20 Uhr im Sportheim in Schwaigern zu erscheinen und den dürstenden Kameraden, Fans und Vorständen Bier auszugeben, ist an muckenfrecher Rotznäsigkeit nicht zu überbieten. Es ist jetzt Sonntag, 21.20 Uhr, sitze mit trockener Kehle daheim vorm PC und bin noch immer so fassungslos, dass ich Dir, lieber Sven, ernsthafte Konsequenzen dieses Tuns androhen muss. Vom Verdünnen deines Duschgels mit 15W40 bis hin zum Veröffentlichen deiner Handynummer auf den angesagtesten Gay-Seiten im Internet fiele mir sehr vieles ein. Ich hoffe für Dich, dass Dir eine sehr sehr gute Entschuldigung einfällt. Meine Lieblingspizza bei Türkan ist übrigens „Calabrese“. 

Wie auch immer, die Uhren gehen wieder einmal anders in Schwaigern, und trotz der Umstellung auf Winterzeit ist es in Schwaigern immer noch länger hell als in Heilbronn und in Frankenbach. Deshalb können wir auch besser trainieren und uns über die Leistung der zweiten 45 Minuten ein klares Bild machen. Das war nämlich nix, Freunde von der Mosel. Wäre dieser gespielte Fußball nämlich Wein könnte man damit gut einen Zentner Kutteln noch sauerer kriegen. Doch meine Geduld ist groß und die Zuversicht weit, dass sich bis kommenden Sonntag einiges bessert. Und dann trifft auch der Gianni wieder. 

22.10.2006

FSV Schwaigern II - SV Frauenzimmern 3:2
FSV Schwaigern I - TSV Botenheim II 4:0

Geschäfte am Rande

War das ein schöner Sonntag? Keine Zähler für die Gäste aus den weinbaulichen Epizentren des Zabergäu, dafür aber für jedes FSV-Team drei Haben-Punkte, verziert mit hochsommerlichen Temperaturen und einer Vielzahl von Zuschauern. Getrübt eigentlich nur durch den kollektiven Verweis der zweiten Mannschaft hinter die Barriere. Was war geschehen?


Zu Beginn des zweiten Halbzeit bemühte sich ein im Verein bekannter Autogalerist dem Botenheimer Torwart einen gebrauchten Audi zu verkaufen. Dieser verletzte sich schließlich beim Eröffnungsangebot jedoch so schwer an den Ohren, dass er noch auf dem Platz behandelt werden musste. Der Schiedsrichter verwies daraufhin den kompletten Fanblock als Kollektivstrafe hinter die Barriere, weil er nicht zuordnen konnte, woher das Angebot kam. Ein Betreuer der Gäste zeigte sich jedoch sehr interessiert, und darauf hin kam es hinter dem Tor zu ersten Verhandlungen über den Kaufpreis.

Als G. M. (Name der Redaktion bekannt) sein definitiv letztes Angebot für den Jahreswagen auf EUR 25.000 festzurrte, musste Andi Ebner den Botenheimer Betreuer auf Distanz halten. Etwas später war das Geschäft dann schließlich unter Dach und Fach und man sah die Vertragspartner einträchtig bei einem Bier im Sportheim sitzen.

Wollte an dieser Stelle dann eigentlich noch die Akte investigativ eröffnen: *Wer verbirgt sich eigentlich hinter den dubiosen Namen im Tippspiel und wussten Sie schon, dass Lungo, Helmes und Birdy ganz dicke unter einer Decke stecken?“ Mehr dazu aber nächste Woche.


Ein Hinweis noch für die Aktiven: Aufgrund der großen Nachfrage ab November wieder Drehschuss- und Torriecherseminar, jeden Dienstag nach dem Training für alle Offensiv-Spieler. Im ersten Kapitel des fünfteiligen Workshops behandeln wir das Identitätsproblem junger Aktiver unter der Fragestellung *Ich bin Stürmer aber keiner merkt’s - warum?“

Übrigens hab ich das Rauchen aufgehört. Schon sechs Tage. Solltest Du auch mal probieren!

16.10.2006

SG Stetten-Kleingartach - FSV Schwaigern 2:2 (2x Cinquegrana)

Abseits ist...

Früher hieß es: Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift. 3 Euro ins Phrasenschwein und gut. Heute aber wird die Geschichte neu geschrieben: Abseits ist, wenn's der Stettener schreibt.

Auch wenn der 7er unsere Abwehr beim 1:0 komplett schwindelig gespielt hat, in Ballbesitz kam er in allerfeinster Abseitsposition. Aber als ich aber heute morgen die Zeitung aufschlage und lesen muss, dass beide Schwaigerner Tore abseitsverdächtig gewesen sein sollen, da schlug ich mit dem Gesicht hart ins Frühstücksei. WIE BITTE? Ich muss nach dem Ohnmächtigkeitsanfall so gegen halb zehn wieder zu mir gekommen sein, hatte es dann tierisch eilig ins Büro zu kommen. Da mich mein kürzester morgendlicher Weg eigentlich immer durch Stetten und Kleingartach führt, wählte ich aus irgendeinem Grund aber heute die viel schönere Route über Neipperg, Stockheim und Frauenzimmern. Hier spielt der Fußball zwar eine Klasse tiefer, die Berichterstattung aber dafür eine Klasse höher.

Egal, ich seh es so, dass die Punkteteilung in Ordnung geht. Die SG war aggressiver und nach vorne in den ersten 30 Minuten gefährlicher. Später konnte der FSV zulegen, hätte den Sack auch zumachen können, aber es hat einfach nicht gereicht. Wobei auch die SG gegen Ende noch zwei Großchancen versiebte. Letztendlich ein 2:2, das beiden Teams aufzeigte, dass sie nach vorne in die Klasse gehören, ganz an der Spitze im Moment aber nichts zu suchen haben.

Wir werden trotzdem Meister, ich bleib dabei.

 

 

 

 

 

09.10.2006

FSV Schwaigern – SV Massenbachhausen 6:1

Nie Bier!

Das Ergebnis drückt nur ansatzweise die Überlegenheit aus, da sich mit dem SVM eine sehr schwache Mannschaft präsentierte, die man mit einer besseren Torausbeute auch gut und gern zweistellig hätte über den Eselsberg schicken können. Drei Doppelpacks durften die Statistiker vermerken: Markus Karr, Andre Römer und der werdende Vater Giovanni Cinquegrana trafen jeweils doppelt. Dabei darf die FSV-Leistung trotzdem kritisch betrachtet werden. Gegen stärkere Gegner werden die gemachten Fehler früher und konsequenter bestraft. Ausruhen ist als nicht. Gegen Stetten heißt es wachsamer sein!

Fernab jeder medialer Aufmerksamkeit dufte Andre Römer ein kleines Jubiläum feiern. Mit seinem Treffer zum 6:0 erzielte er seinen 75. Pflichtspieltreffer. Was viele vielleicht nicht wussten: Unser Kapitän ist eines von rund 50 Gründungsmitgliedern des FSV Schwaigern. Er kam 1992 als 19jähriger zum damaligen TSV Schwaigern. Sein erster Trainer war der legendäre Werner "Schnals" Mann. Neben Michael "Fax" Reinwald, Nonning Reiner, Dieter und Werner Schweizer und vielen mehr spielte er sich schnell in die Herzen der (nicht nur weiblichen) Fans. 1995 wechselte er dann zum SV Schluchtern, kehrte aber zur Zeit des Neubeginns 1999 wieder zum FSV zurück. Sportlich hat Andre maßgeblichen Anteil am Erfolg und an den beiden Aufstiegen in den Jahren 2002 und 2003. Persönlich würde ich mich freuen, wenn er weiter trifft und die 100 Treffer in den nächsten Jahren noch voll macht.

Was ein Trainer in dieser Form nicht mitbekommt verrät Arnoldo heute in seinem Schlusssatz. Ein sichtlich geknickter Spieler nach den 90. Minuten gegen den SVM: "Jetzt hemmer gwonnä und trotzdem zahle die Trainer bestimmt wieder koi Bier. Warum zahlä Trainer nie Bier? Die kriege so viel Geld, die müssten normalerweise immer des ganze Bier nach jedem Spiel zahlä".

26.09.2006


Grad zum Bossen.

Lauffen II – FSV Schwaigern 3:2

Eigentlich wollte ich so beginnen: Zum ersten Mal standen bei einem Punktspiel - zumindest in der ersten Halbzeit - mehr alte Herren auf dem Platz als bei den Zuschauern. Da ich aber keine Lust habe, mich von Done, Gaggele und Kameraden auf’s Heftigste beleidigen zu lassen, verzichte ich lieber auf diesen Vergleich. Immerhin war dann die zweite Hälfte spielerisch besser, aber nach dem Ausgleich war das Pulver leider verschossen und die Lauffener trafen per Sonntagsschuss zum 3:2. Vielleicht lag es auch einfach am frühen Termin: Zwischen 13.15 und 14 Uhr ist der 1.Mannschaftsspieler an sich doch eher mit Hasenbraten und Spätzle beschäftigt als mit kicken. Egal. Wir werden trotzdem Meister. Grad zum Bossen.

Tobi hat klasse gehalten, großes Lob! Er war deshalb neben dem zweifachen Torschützen Andre Römer der einzige, der mit dem Weizenbier in der Hand bei der Zweiten zuschauen durfte. Die junge Truppe hat eine gute Einstellung gezeigt und verdient durch Tore von Flo Mair (2) und Marko Vucak gewonnen. Super, weiter so!

Am Sonntag hat die 1. Mannschaft spielfrei und wird sich dadurch wohl endgültig auf Platz 5 einfinden. Immerhin ist das Saisonziel damit erreicht und die Mannschaft zeigt gegenüber der Abteilungsleitung absoluten gehorsam.

Wir alle treffen uns zum Spiel der Zweiten am Sonntag um 15 Uhr in der Niederhofener Lochberg-Arena, in der man uns unter bengalischem Feuer und vor tausend Trommeln einen heißen Tanz liefern wird. Aber egal wie es ausgeht: Der Gewinner fährt nach Hause. Über Stetten!

 

 

17.09.2006

6-Punkte-Wochenende

Schwaigern – TSV Cleebronn 3:2

Heute nur ein Kurzeintrag, da ich das Spiel nicht verfolgen konnte. Mit Müh‘ und Not gewonnen (2 Tore durch Gianni, 1 Tor durch Patrick Augustin), dafür einige Akteure ganz stark auf dem Weindorf präsent. Ein Tabellenführer kann sich das leisten.

Die letzten sind nun endlich zurück aus dem Urlaub: Andi Ebner (Ostsee) sowie Flo, Karl R. und Tobi Fröscher (Kartl-Urlaub in der Türkei). Flo hatte einen Einsatz in der zweiten Mannschaft (1:2 in Nordhausen gewonnen) und schloss durch sein Tor mit nun 31 Treffern in der ewigen Torjäger-Liste zu Andi Ebner auf.

Weitere Seeleneinblicke in unsere Spieler gewonnen: Sven Heege lässt sich nicht anbaggern und Nick Mayer weiß nicht, wo in Schwaigern die Gemminger Straße ist. Woher auch?

10.09.2006

Gestern beim Turnfest in Biberach

MSG Biberach - FSV Schwaigern 0:3

Weil man uns auf der Titelseite des Biberacher Stadionblatts mit "TSV" Schwaigern titulierte, folgte die Strafe auf dem Fuß: Zack Batsch Bumm und damit 3:0 in der ersten Halbzeit, nachdem Volkan Ince am Seitpferd, Turnvater Dörflinger per Kopf und Bantamgewicht Pit Gustke am Schwebebalken für klare Verhältnis sorgten.

Damit sollte es jedoch Strafe genug sein, und man begab sich für die zweiten 45 Minuten in einen leichten Sommerspaziergang. Hin und wieder wehte vor dem Tor des Musik- und Gesangsvereins Biberach ein laues Lüftchen, zu einem weiteren Torschrei reichte es leider nicht. Trotzdem eine gute Leistung und insgesamt ein klarer nie gefährdeter Sieg, damit erneut die Tabellenführung für den FSV, die bis zum Saisonende bitteschön mal nicht wieder hergegeben wird.

Leider verlor die zweite Mannschaft ihr Spiel gegen die Eisenbahner, und da ich nicht an zwei Plätzen gleichzeitig sein kann, kann ich von folgendem Kuriosum nur berichten: Nick Mayer nennt mir Sonntags abends im Eiscafe Marko Vucak als Torschützen des 2:3, Nonning hingegen besitzt Fotomaterial, auf dem man Seppe Parasilitti beim Kopfballtreffer deutlich identifizieren kann. Wer hat das Tor denn nun gemacht? Sachdienliche Hinweise bitte ins Gästebuch. Danke.

Eh ich es vergess‘: Am Sonntag feiert meine Tante Meta (Nonnings Mutter und Phillip Kempes Oma) ihren 70. Geburtstag. Wir können also nicht da sein. Bitte mich allerdings von jedem vom Null zu Null abweichenden Spielstand per Mobil 0171 - 99 3 99 88 zu unterrichten.

Vergelt’s Gott.

03.09.2006

Schimmel wie ihn keiner kennt.

FSV Schwaigern – Spvgg Frankenbach 1:1

Hoppla Frankenbach: Die waren richtig gut, anders als die letzten Jahre, als man sie unter vier fünf oder mehr Toren nicht in die Kabine gelassen hat. Diesmal waren sie die Besseren, und mit dem 1:1 kann jeder von uns mehr als zufrieden sein. Ein klarer Punktgewinn also - hätten wir 4:1 verloren, wäre das nicht mal unverdient gewesen. Bei den Chancen, die die hatten.

Bei uns hat es kämpferisch gut geklappt, spielerisch könnte einiges noch besser werden. Aber das ist auch nicht grade was neues. Ein tolles Tor zum Ausgleich hat Patrick Augustin erzielt, als er von der 16er-Line den Ball volley in die Maschen drischt. So kennt man den Schimmel eigentlich gar nicht. Als der Ball zu ihm kam dachte ich noch, der haut ihn so weit drüber, dass ihn einer drinnen beim Schweizer aus dem Schaufenster holen muss. Aber nein, echt ein super Treffer, schlage vor wir wählen das Ding im Voraus zum Tor des Monats September. Glückwunsch Patrick. Beim nächsten Kabinenfest ist für Dich alles frei.

Gefallen hat mir Markus Karr, der unheimlich viel getan hat, oft nur durch Fouls gebremst werden konnte. Gute Noten auch für Andre Römer, dem in der Anfangsphase ein Foulelfmeter verwehrt wurde. Der Tobi hat gut gehalten, nicht zuletzt sein Verdienst, dass wir mit einem blauen Auge davon gekommen sind. Über den Schiedsrichter sag ich nix. Sonst gibt’s Strafe. Aber der Kerl kann den Unhold in einem wecken.

Vom Ebner Andi soll ich noch Grüße sagen. Er weilt im Urlaub an der Ostsee und hat am Sonntag nachmittag geschlafen. Hat sich aber zur Schlusskonferenz extra seinen Excel-gesteuerten Wecker gestellt.

Sensationelles auch vom Tippspiel: Die Tabellenführung hat Vorjahres-Oberlooser Gaggele übernommen. Skandal!

27.08.2006

St. Patrick’s Day!

FC Kirchhausen – FSV Schwaigern 1:5

Ein gelungener Saisonauftakt gegen einen schwachen Gegner FC Kirchhausen. Vor allem in den ersten zwanzig Minuten wurde trotz miserabler Platzverhältnisse ansehnlicher FSV-Fußball mit technischen Kabinettstückchen und schön herausgespielten Torchancen geboten. Rückkehrer Pit „Melek“ Gustke gelang der Führungstreffer, als er Gianni im Strafraum die Lufthoheit streitig machte und einköpfte. Der obligatorische Gegentreffer noch vor der Pause war Abseits, galt aber trotzdem. Bis zur 65. Minute dann ein recht lasches Spiel von beiden Seiten, ehe Gianni und Andre die Führung ausbauen konnten und dem Gegner dadurch endgültig der Wille gebrochen wurde. Noch einmal Pit und Anthony „Henry“ Hellerich sorgten für einen auch in dieser Höhe gerechten Sieg. Für einen Eklat sorgte „Hilfs-Thomas“ Klaus Gaggele Hönnige als Seitenwinker, der vom Schiedsrichter für seine durchweg gut gemeinten Ratschläge vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Willi Berg führte darauf die Fahne bis zum Schlusspfiff in gewohnt gekonnter Manier. Held des Tages für mich auf jeden Fall Pit Gustke: Zwei Tore, eine Vorlage und dann noch (zusammen mit Alexandra Reinwald) den Tagessieg beim Tippspiel eingefahren – geht’s noch?