Spielberichte der FSV Damen
Pokal: FSV Schwaigern – SGM Amrichshausen/Westernhausen 1:2
Am Mittwochabend, den 21.10., stand für uns im Pokal eine echte Bewährungsprobe an: Zu Gast war der aktuelle Tabellenführer der Bezirksliga, die SGM Amrichshausen/Westernhausen. Für uns war es gleich in doppelter Hinsicht ein besonderes Match, denn nach einer fast vierwöchigen Spielpause standen wir seit langer Zeit erstmals wieder im klassischen 11-gegen-11 auf dem Rasen. Entsprechend motiviert und von den Worten unseres Trainers eingestimmt gingen wir in diese Partie. Die Platzverhältnisse machten es von Beginn an nicht leicht. Nach anhaltendem Dauerregen über den gesamten Tag hinweg war der Boden tief und rutschig, wodurch sich beide Teams schwertaten, einen flüssigen Spielaufbau aufzuziehen. In den ersten 45 Minuten verbuchten die Gäste zwar optisch mehr Spielanteile, konnten daraus glücklicherweise aber kein Kapital schlagen. Wir hingegen brauchten etwas Zeit, um nach der Zwangspause unseren Rhythmus wiederzufinden und an die guten Passfolgen vergangener Auftritte anzuknüpfen. Dennoch erarbeiteten wir uns vereinzelt Chancen und setzten Akzente nach vorne. In der 36. Spielminute belohnten wir uns schließlich: Nach einem Foul im Strafraum zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Alessia übernahm die Verantwortung und verwandelte den fälligen Elfmeter souverän zur 1:0-Führung! Leider hielt der Jubel nur kurz an. Praktisch im direkten Gegenzug zeigten wir uns im Abwehrverbund eine Spur zu passiv in den Zweikämpfen, was die Gäste eiskalt zum schnellen 1:1-Ausgleich ausnutzten (37.). Bis zum Halbzeitpfiff neutralisierten sich beide Teams weitgehend.
In der Halbzeitpause mobilisierten wir noch einmal alle Kräfte. Mit den taktischen Vorgaben und neuen motivierenden Worten des Trainers gingen wir fest entschlossen zurück auf den Platz, um das Spiel weiterhin offen zu gestalten. Das gelang uns im zweiten Durchgang exzellent: Wir kamen deutlich griffiger in die Duelle, störten den Spielfluss des Favoriten frühzeitig und warfen uns leidenschaftlich in jeden Ball. Die Motivation auf und neben dem Feld war riesig. Immer wieder gelang es uns, Vorstöße schön über die Stationen nach vorne auszuspielen – nur der krönende Abschluss wollte uns nicht gelingen. Defensiv machten wir es dem Tabellenführer über die gesamte Spieldauer extrem schwer. Als die Schlussphase anbrach, deutete alles auf ein Remis hin, und viele stellten sich gedanklich bereits auf das Elfmeterschießen ein. Dann folgte der absolute Nackenschlag: Genau in der 90. Spielminute fand der Gegner noch einmal eine Lücke über die Außenbahn. Der Ball wurde scharf quergelegt und fand am langen Pfosten tatsächlich noch eine Abnehmerin, die zum 1:2 einschob. Ein unglaublich bitterer Moment. In der Nachspielzeit warfen wir noch einmal alles nach vorne, drängten mit Mann und Maus auf den Ausgleich, doch der Ball wollte nicht mehr über die Linie. Der Schlusspfiff hinterließ verständlicherweise tiefe Enttäuschung. Wenn man sich über volle 90 Minuten derart teuer verkauft, alles auf dem Platz lässt und dem Spitzenreiter das Leben so schwer macht, tut ein Treffer in der Schlussminute besonders weh. Trotz des unglücklichen Pokalausscheidens überwiegt am Ende jedoch der Stolz: Wir haben als Team eine fantastische, geschlossene Leistung gezeigt und nehmen jede Menge Selbstvertrauen sowie positive Eindrücke für die kommenden Aufgaben mit.
Liga: FSV Schwaigern – Spvgg Oedheim II 0:0
Noch etwas müde vom Pokalspiel am Mittwoch, ging es am Samstag um 19 Uhr unter Flutlicht auf den Kunstrasen nach Neuenstadt am Kocher, wo wir auf Oedheim 2 trafen. Der Platz war rutschig, der Ball schnell und ziemlich sprungfreudig – da war einiges an Umgewöhnung gefragt. Von Beginn an war das Spiel hektisch und wir hatten große Mühe, richtig ins Spiel zu finden und schöne Spielzüge aufzubauen. Selbst die einfachsten Dinge wollten an diesem Abend nicht so recht gelingen.
Viele Bälle landeten im Aus, die Gegnerinnen machten ordentlich körperlichen Druck und durch einige Spielunterbrechungen kam kaum Ruhe ins Spiel. Dazu schauten wir dem Ball manchmal mehr hinterher, als dass wir selbst das Spiel machten. Trotzdem konnten wir uns ein paar Chancen herausspielen, doch entweder war die kompakt stehende Abwehr zur Stelle oder unsere Abschlüsse gingen am Tor vorbei. Insgesamt war es ein Spiel mit viel Kampf, wenig Spielfluss und phasenweise leider eher wildem Gebolze als schönem Fußball.
Dabei wissen wir: Wir können das besser! Auch wenn an diesem Abend nicht alles zusammenlief, haben wir gekämpft und hinten die Null gehalten.
Jetzt heißt es: Mund abputzen, daraus lernen und den Blick nach vorne richten!

